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Andreas Bernard: Das Diktat des Hashtags. Über ein Prinzip der aktuellen Debattenbildung.
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a. M. 2018.
96 Seiten, 10,00 EUR.
ISBN-13: 9783596703814

Rezensionen von literaturkritik.de

Debattenkultur im Zeitalter des Web 2.0
In „Das Diktat des Hashtags“ untersucht Andreas Bernard das Prinzip der modernen Debattenbildung in und außerhalb von sozialen Medien
Von Rafael Arto-Haumacher
Ausgabe 04-2019

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Klappentext des Verlages

Öffentliche Debatten werden heutzutage per Hashtag geführt. Mit seiner Hilfe werden die Beiträge gebündelt und zugeordnet: Alles muss sich auf ein gemeinsames Schlagwort konzentrieren. Dieses Prinzip sorgt für eine stärkere Sichtbarkeit und Orientierung kollektiver Argumente, hat aber auch eine riskante und manchmal fragwürdige Konsequenz. Denn der Hashtag verstärkt formal genau das, was inhaltlich kritisiert wird: Differenzen verschwimmen und Unterschiedliches wird zu Gleichem. Zuletzt hat die #MeToo-Debatte dieses Problem sichtbar gemacht. In seiner pointierten Darstellung zeichnet Andreas Bernard die steile Karriere des Hashtags nach und zeigt überzeugend, wie unsere aktuellen Debatten durch ein Prinzip strukturiert werden, das so beiläufig wie mächtig geworden ist. Wer unsere öffentliche Diskussionskultur verstehen will, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

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