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Ingrid Bennewitz / Freimut Löser / Martin Fischer (Hg.): (V)erdichtete Leben. Literarische Lebensmuster in Mittelalter und Früher Neuzeit. Jahrbuch der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft, Band 23 (2020/2021).
Reichert Verlag, Wiesbaden 2022.
456 Seiten, 69,00 EUR.
ISBN-13: 9783752006322

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Klappentext des Verlages

„(V)erdichtete Leben“ stellt die Frage nach dem Zusammenhang von autobiografischen und biografischen Elementen und literarischen Strategien. Dabei geht es weniger um die alte Frage, ob es ein richtiges Leben im erdichteten geben kann, also ob bestimmte autobiografische Angaben „wirklich wahr“ sind. Es geht vielmehr darum, wie bestimmte Lebenssplitter und biografische Informationen im Rahmen von literarischen Texten eingesetzt werden, um damit bestimmte Aussagen tätigen oder unterstützen zu können, bestimmte literarische Funktionen erfüllen zu können, bestimmte Exempel bieten zu können oder das Publikum von bestimmten Aussagen zu überzeugen. Welche Methoden setzen Verfasser von Literatur ein, um Lebenselemente in Dichtung umzusetzen. Welche Ziele verfolgen sie damit? Welche literarischen Effekte werden damit erreicht?
Die Tagung der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft, deren Beiträge diesem Band zugrunde liegen, spannte dabei den thematischen Bogen von Minnesang und Artusroman bis zu den Reise- und Lebens-Beschreibungen des Spätmittelalters, von dem Versuch der Beschreibung des Rittertums bis zur Mystik und zu Legenden. So wird ein sowohl methodisch als auch gattungsbezogen breiter Überblick anhand zahlreicher Einzelfallstudien und einiger übergreifender Ansätze ermöglicht. Die behandelten Autoren reichen von Walter von der Vogelweide bis Oswald, von Mechthild von Magdeburg bis Heinrich Seuse, von Kaiser Maximilian I. bis Götz von Berlichingen.
Der Band versucht damit, den methodischen Ansatz, der sich aus dem Titel „(v)erdichtete Leben“ ergibt, auf die deutsche Literatur des Mittelalters anzuwenden und so von dieser Epoche aus einen neuen Blick auf das Thema (Auto)biographie und Literatur zu werfen.

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