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Rezensionen von literaturkritik.de
Bereichernde Perspektiven
Der von Oliver Dimbath und Stefan Neuhaus publizierte Sammelband „Reichtum“ untersucht die Darstellung des Reichtums im Film
Von Michael Fassel
Ausgabe 02-2026
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Klappentext des Verlages
Lange Zeit hat sich die sozialpolitische und sozialwissenschaftliche
Beobachtung von Ungleichheit in der Bundesrepublik Deutschland auf Armut
konzentriert. Viel später erst vervollständigte sich dieser Fokus,
indem auch Reichtum unter Beobachtung gestellt wurde. In der
Umgestaltung des Armutsberichts der Bundesregierung in einen Armuts- und
Reichtumsbericht zeigt sich allerdings nicht nur die Hinzufügung einer
bisherigen Leerstelle, sondern auch eine Erweiterung des
Problemhorizonts. Damit verbunden ist, dass nicht nur Armut, sondern
eben auch Reichtum als gesellschaftliches Problem begriffen und
identifiziert wird.
Kulturell muss diese Umstellung allerdings noch zu Bewusstsein gebracht
werden, wird doch Reichtum weiterhin im Wesentlichen als positiv und von
vielen als erstrebenswertes Ziel gesehen. Dies ist insofern
verwunderlich, als die Kulturbedeutung des Reichtums schon immer auch
dessen negative Seiten kennt. Ein zentraler Indikator hierfür sind die
Massenmedien und unter diesen in jüngerer Zeit vor allem Film und
Fernsehen. In den Beiträgen des vorliegenden Bandes stehen demzufolge
Perspektiven im Vordergrund, welche Probleme mit dem gesellschaftlichen
Phänomen des Reichtums verbunden sind und die Anlass zu seiner
Neubewertung geben könnten.
Leseprobe vom Verlag
Informationen über die Autoren
Informationen über Stefan Neuhaus in unserem Online-Lexikon
Informationen über Oliver Dimbath (Hg.) in unserem Online-Lexikon
Prof. Dr. Oliver Dimbath lehrt Soziologie an der Universität Koblenz.
Seine Forschungsinteressen sind unter anderem Kultur-, Film- und
Gedächtnissoziologie. Zuletzt erschienen sind unter anderem: Die Hölle der Spätmoderne. Soziologische Studien zum Bedeutungswandel ewiger Verdammnis (2021, als Mit.-Hg.); Methoden der Filmsoziologie. Exemplarische Analysen des Films Capote (2005) (2021, als Mit.-Hg.) und Sterblichkeit und Erinnerung (2022, als Mit.-Hg.).
Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan Neuhaus lehrt Neuere deutsche Literatur an der
Universität Koblenz. Arbeitsschwerpunkte sind Aspekte der
Literaturgeschichte vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart und der
Literaturtheorie, Themen wie Liebe, Komik oder KI, Werke einzelner
Autor*innen (etwa Theodor Fontane, Erich Kästner oder Felicitas Hoppe)
sowie Literatur und Film. Er ist, gemeinsam mit Oliver Jahraus,
Herausgeber der Reihe Film – Medium – Diskurs bei K&N.




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