Suche  

Autoren : Herwegh, Georg

Unterkategorie
 
Georg Herwegh, geb. am 31.5.1817 in Stuttgart, gest. am 7.4.1875 in Lichtental, war ein sozialistisch-revolutionärer deutscher Dichter des Vormärz und Übersetzer. Von 1831-35 besuchte er das Evangelische Seminar (Gymnasium) im Kloster Maulbronn und studierte ab 1835 Theologie und Rechtswissenschaften in Tübingen als Stipendiat des Tübinger Stifts, von dem er 1836 verwiesen wurde. Ab 1836 war er als freier Schriftsteller in Stuttgart tätig, und ab 1837 arbeitete er sowohl an August Lewalds Zeitschrift „Europa“, als auch an Karl Gutzkows Blatt „Telegraph für Deutschland“ mit. Im Sommer 1841 erschien der erste Teil seiner „Gedichte eines Lebendigen“, die ein polemisches Gegenstück zu den „Briefen eines Verstorbenen“ von Hermann von Pückler-Muskau darstellten und ihn berühmt machten. Von Herbst 1841 bis Februar 1842 reiste Herwegh nach Paris und traf dort mit Heinrich Heine zusammen. In Leipzig lernte er den Anarchisten Michael Bakunin kennen, der ihn in seinen späteren Schriften immer wieder beeinflusste. Nach der Pariser Februarrevolution 1848 wurde Herwegh zum Präsidenten des Republikanischen Komitees und Vorsitzender der Deutschen Demokratischen Legion. Anfang der 1850er Jahre war Herweghs Haus in Zürich ein Treffpunkt für Leute wie Richard Wagner, Gottfried Semper, Wilhelm Rüstow und Franz Liszt. 1863 wurde Herwegh zum Bevollmächtigten des neu gegründeten Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) in der Schweiz. Der ADAV war die erste Vorläuferorganisation der späteren Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Herwegh wurde zum ständigen Mitarbeiter des sozialdemokratischen Blatts „Der Volksstaat“ und veröffentlichte in dieser Position seine schärfsten politischen Gedichte, in denen er den preußischen Militarismus, den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 und das deutsche Kaiserreich verurteilte.

Weitere Angaben bei Wikipedia

Artikel über Herwegh in literaturkritik.de:

Prekäres Dichten.
Der zweite Band der Gesamtausgabe Georg Herweghs ermöglicht endlich den Blick auf das Spätwerk dieses politischen Dichters
Von Sebastian Schreull
Ausgabe 07-2017

„Wo mich der Haß in der Welt nicht fort treibt, treibt mich die Liebe fort“.
Die vorzüglich edierte Briefausgabe Georg Herweghs aus der Zeit zwischen 1849 und 1875
Von Joachim Seng
Ausgabe 04-2011

Von den Zinnen der Partei.
Der erste Band der historisch-kritischen Werkausgabe präsentiert Georg Herweghs Gedichte von 1835-1848
Von Bernhard Walcher
Ausgabe 11-2006

Der Expatriierte.
Georg Herweghs Briefe 1832-1848 in der historisch-kritischen Werkausgabe von Ingrid Pepperle
Von Bernhard Walcher
Ausgabe 03-2006




Aktualisiert am 2011-04-06 20:46:51
 
Kommentare
[Noch kein Kommentar]

Kommentar einfügen
(Die Zusendungen werden von der Redaktion zur Veröffentlichung freigeschaltet.)

 
Name
E-mail (Wird nicht veröffentlich, sondern nur für Rückfragen der Redaktion benutzt.)
Betreff
Bitte vor dem Absenden als Passwort den Titel von Goethes bekanntestem Drama mit 5 Buchstaben eintragen:
Passwort