Jörg Schönerts Studien zu Kriminalität in der deutschsprachigen Literatur

Besprochene Bücher / Literaturhinweise

In den 1980er Jahren entwickelte sich – zunächst unabhängig vom ‚law and literature‘-Programm im angelsächsischen Wissenschaftsbereich – an den Universitäten des deutschsprachigen Raums eine prinzipiell interdisziplinär angelegte Diskussion zur systematisch organisierten Erforschung von Theorie und Geschichte des Erzählens zu Kriminalität in faktualen und fiktionalen Zusammenhängen. Literaturwissenschaftler und Linguisten suchten die Zusammenarbeit mit Strafrechts-, Sozial- und Kulturhistorikern, mit Vertretern der Soziologie und Rechtsphilsophie. Jörg Schönert war einer der Initiatoren dieser Unternehmungen. Die Sammlung seiner von 1983 bis 2007 veröffentlichten Studien zu dem Themenfeld dokumentiert in fachgeschichtlicher Absicht Probleme, Verfahrensweisen und Ergebnisse der frühen Diskussionen im Blick vor allem auf die Geschichte der deutschsprachigen Prosaliteratur zwischen 1770 und 1930.

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Titelbild

Jörg Schönert: Kriminalität erzählen. Studien zu Kriminalität in der deutschsprachigen Literatur (1570-1920).
(Schriftenreihe Juristische Zeitgeschichte, Abteilung 6: Recht in der Kunst, hg. von Thomas Vormbaum und Gunter Reiß, Bd. 42) .
De Gruyter, Berlin und Boston 2015.
231 Seiten, 99,95 EUR.
ISBN-13: 9783110438062

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