Heinz Eickmans, Werner Jung und Jürgen Pütz begeben sich in ihrem Sammelband ins „Abseits der Gruppe 47“

Besprochene Bücher / Literaturhinweise

Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die späten 60er Jahre hinein konstituierte die Gruppe 47 maßgeblich das bundesdeutsche literarische Feld. Die Heimkehr aus dem Krieg verband die Gruppengründer miteinander, die einen Neuanfang in der Literatur anstrebten. Literatur der inneren Emigration wurde seitens der Gruppe abgelehnt, auch expressionistische und avantgardistische Texte fanden keine Zustimmung, genau wie Literatur, die sich der Unterhaltung verschrieb. Ziel war vielmehr eine realistische Literatur.

Der neu erschienene Sammelband mit dem Untertitel Albert Vigoleis Thelen und andere ‚Unzeitgemäße‘ im Literaturbetrieb der 1950er und 1960er Jahre widmet sich Autoren, die, so der Obertitel, im Abseits der Gruppe 47 standen. Der Band geht zurück auf eine Tagung im Juni 2016 und versammelt zehn Beiträge zu Autoren wie Oskar Maria Graf, Franz Jung und zahlreichen anderen.

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Ein Beitrag aus der Redaktion Gegenwartskulturen der Universität Duisburg-Essen

Titelbild

Jürgen Pütz / Werner Jung (Hg.) / Heinz Eickmans: Im Abseits der Gruppe 47. Albert Vigoleis Thelen und andere ‚Unzeitgemäße‘ im Literaturbetrieb der 1950er und 1960er Jahre.
Universitätsverlag Rhein-Ruhr, Duisburg 2019.
189 Seiten, 32,00 EUR.
ISBN-13: 9783956050657

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