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Autoren : Wassermann, Jakob

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Jakob Wassermann, geboren am 10. März 1873 in Fürth und gestorben am 1. Januar 1934 in Altaussee, war deutsch-jüdischer Schriftsteller und einer der produktivsten und populärsten Erzähler seiner Zeit. Nach Abschluss der Königlichen Realschule in Fürth sollte Wassermann wie sein Vater Kaufmann werden sollen, jedoch brach er die in Wien begonnene Lehre 1889 ab, da er Schriftsteller werden wollte. Nach einjährigem Militärdienst in Würzburg, kurzer Tätigkeit in einer Versicherung und einer ziellosen Wanderzeit in Süddeutschland wurde er Sekretär bei Ernst von Wolzogen, dieser vermittelte Wassermann 1896 an den Verleger Albert Langen in München. Langen nahm Wassermann in die Redaktion des „Simplicissimus“ auf. Während seiner Zeit in München schloss er Freundschaft mit Thomas Mann und Rainer Maria Rilke. In dieser Zeit veröffentlichte Wassermann auch seine ersten Romane im Langen-Verlag. Um 1897 begann er Feuilletons und Theaterberichte für die Frankfurter Zeitung zu schreiben und siedelte in deren Auftrag später nach Wien über, wo er sich den Dichtern des Jung-Wien anschloss. 1899 wurde Wassermann Autor des Berliner Verlags Samuel Fischer und heiratete im selben Jahr Julie Speyer, die ihm beim Ausbruch der Ersten Weltkriegs davon abhielt, sich zum Militärdienst zu melden. 1919 zog Wassermann mit seiner neuen Lebensgefährtin Marta Stross nach Altaussee, nachdem er seine Frau verlassen hatte – erst 1926 konnte Wassermann Marta Stross heiraten, da Julie Speyer die Scheidung durch immer neue Prozesse und Geldforderungen bis 1926 hinauszögerte. In Altaussee pflegte er freundschaftlichen Umgang mit Hugo von Hofmannsthal. In den späten 1920er und frühen 1930er Jahren gewann Wassermann mit seinen Romanen eine größere Bekanntheit. Wassermann war davon überzeugt, dass er mit seinen Romanen und Erzählungen ein neues Menschentum fördern könne und setzte sich intensiv für die Gerechtigkeit ein. Mit der Machtergreifung Hitlers 1933 wurde Wassermann aus der Preußischen Akademie der Künste ausgeschlossen, seine Bücher wurden verbrannt und verboten. Wassermann starb verarmt und psychisch gebrochen im Alter von 60 Jahren in Altaussee. Seit 1993 stiftete die Stadt Fürth einen Jakob-Wassermann-Literaturpreis, den sie alle zwei bis drei Jahre verleiht.

Angaben nach Wikipedia, Dezember 2017

S.T.

Artikel über Wassermann in literaturkritik.de:

Der Glaube an Gerechtigkeit und Humanismus.
Über eine Neuausgabe von Jakob Wassermanns „Faber oder Die verlorenen Jahre“
Von Stefan Tuczek
Ausgabe 01-2018

Viel Lärm um nichts.
Über den Aufruhr um Jakob Wassermanns „Der Aufruhr um den Junker Ernst“
Von Benedikt Klein
Ausgabe 11-2016

"Sie sagen: er ist ein Jude".
Jakob Wassermanns autobiografische Schrift "Mein Weg als Deutscher und Jude"
Von Wulf Segebrecht
Ausgabe 02-2006

Zerplatzende Welten.
Justiz und Literaturwissenschaft - Zu Jakob Wassermanns "Fall Maurizius"
Von Thomas Neumann
Ausgabe 06-2004





Aktualisiert am 2017-12-04 10:17:10
 
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