Lesen in der Corona-Krise – Teil 7

Arte macht gegen die Langeweile zahlreiche Filme frei zugänglich

Von Jonas HeßRSS-Newsfeed neuer Artikel von Jonas Heß

Weit mehr als einen Monat befand sich Deutschland nun im „Lockdown“. Inzwischen sind die Maßnahmen mehrheitlich verstanden, internalisiert und offensichtlich bereits seit einiger Zeit auch von Erfolg gekrönt, was die Abflachung der Infektionskurve betrifft. Freilich aber hat die neue Normalität nicht gleich auch zu einer neuen Zufriedenheit geführt. So wirkungsvoll die Maßnahmen, so tiefgreifend der Eingriff in das Leben einer und eines jeden.

Nun werden bereits erste Lockerungen umgesetzt, doch noch immer ist es in den meisten Bundesländern zum Beispiel nicht möglich, sich in größeren Gruppen zusammenzufinden, gemeinsam ins Konzert oder in großer Runde essen zu gehen. Diese Verordnungen sind nachvollziehbar und sinnvoll – nichtsdestoweniger wird manchem auch über die Lektüre diverser Bücher in den letzten Wochen hinaus nach mehr Input zumute sein. Und der muss eben nicht zwangsläufig durch das geschriebene Wort kommen.

Der deutsch-französische Sender Arte stemmt sich der Ödnis mit dem Film entgegen. Täglich wird ein kuratierter Kurzfilm frei zugänglich gemacht. So gibt es jeden Tag in knapper Form geistreiche, kreative Nahrung. Neben Spielfilmen ist mit Zeichentrick-, Animations- und Stop-Motion-Filmen auch visuell für Abwechslung gesorgt, während thematisch zwischen Schnecken und Donald Trump so ziemlich alles abgeschritten wird. Ergänzend lässt sich ohnehin auch mit den restlichen Kurz- und Stummfilmen sowie französischen Klassikern auf der Sender-Website fast immer Gewinnbringendes entdecken.

Und wer trotz allem dem Literarischen treu bleiben möchte, dem empfiehlt sich im Übrigen Pablo Larraíns Biopic Neruda von 2016 über den chilenischen Nobelpreisträger.

 

Hinweis: Alle bisher erschienenen Teile unserer Reihe „Lesen in der Corona-Krise“ finden Sie hier.