Suche  

Autoren : Haushofer, Marlen

Unterkategorie
 
Die Schriftstellerin Marlen Haushofer wurde am 11. April 1920 im österreichischen Frauenstein unter dem Namen Marie Helene Frauendorfer geboren, wo sie in einem Forsthaus aufwuchs. Von ihrem 14. Lebensjahr an wurde sie im Linzer Internat des katholischen Ursulinen-Klosters unterrichtet. Nachdem es 1938 von den Nationalsozialisten geschlossen worden war, machte sie ihren Schulabschluss am ebenfalls in Linz angesiedelten Gymnasium der Kreuzschwestern. Anschließend musste sie wie alle ihre Geschlechtsgenossinnen den nationalsozialistischen „Reichsarbeitsdienst für die weibliche Jugend“ ableisten. Von 1940 an studierte sie in Wien Psychologie, Germanistik und Kunstgeschichte, ohne ihr Studium jedoch abzuschließen.
Erste kurze literarische Arbeiten publiziert Haushofer bereits 1946 in verschiedenen Zeitschriften, u.a. in Die Arbeiterzeitung und in dem Periodikum Lynkeus. Weiter Erzählungen folgten in den späten 1940er und den 1950er Jahren. Ihren ersten Novellenband Das fünfte Jahr veröffentlichte Haushofer 1952. Bekannt wurde sie jedoch vor allem mit ihrem 1963 erschienenen Roman Die Wand, der in den 1970er Jahren von der Neue Frauenbewegung stark rezipiert wurde. Neben ihren mangels eines eigenen Zimmers am Küchentisch der ehelichen Wohnung geschriebenen Romanen und Novellen verfasste Haushofer einige Kinderbücher sowie drei postum erschienene Märchen. Sowohl ihre Romane und Novellen als auch ihre Kinderbücher wurden mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet.
Mit Ingeborg Bachmann und Elfriede Jelinek zählt Haushofer heute zu den angesehensten Schriftstellerinnen Österreichs. Einige ihrer Werke gehören nicht nur zum literarischen Kanon ihres Heimatlandes, sondern auch zum Unterrichtsstoff in anderen Länder des deutschen Sprachraums.
Am 21. März 1970 erlag Haushofer einem zwei Jahre zuvor diagnostizierten Knochenkrebs.
Angaben nach FemBio, April 2020
R.L.

Beiträge in literaturkritik.de zu Veröffentlichungen von Marlen Haushofer:

Falsches Mutterglück.
Nach fast einem halben Jahrhundert wurden Marlen Haushofers Märchen unter dem Titel „Der gute Bruder Ulrich“ erneut aufgelegt.
Von Rolf Löchel
Ausgabe 05-2020

Der Weg durch den Urwald.
Marlen Haushofers Roman "Eine Handvoll Leben"
Von Rolf Löchel
Ausgabe 12-2004

Die heile Welt zu Großvaters Zeiten.
Marlen Haushofer als Kinderbuchautorin
Von Rolf Löchel
Ausgabe 05-2004

Rätselheft für den Schulgebrauch.
Marlen Haushofers Novelle "Wir töten Stella" für Schulbibliotheken kommentiert
Von Rolf Löchel
Ausgabe 12-2003

Zwei Meisterinnennovellen von Marlen Haushofer
Ausgabe 07-2003

Laster Liebe.
Marlen Haushofers vielleicht immer noch unterschätzter Roman "Die Tapetentür"
Von Rolf Löchel
Ausgabe 03-2001





Aktualisiert am 2020-04-15 13:32:53
 
Kommentare
[Noch kein Kommentar]

Kommentar einfügen
(Die Zusendungen werden von der Redaktion zur Veröffentlichung freigeschaltet.)

 
Name
E-mail (Wird nicht veröffentlich, sondern nur für Rückfragen der Redaktion benutzt.)
Betreff
Bitte vor dem Absenden als Passwort den Titel von Goethes bekanntestem Drama mit 5 Buchstaben eintragen:
Passwort