Inhaltsverzeichnis der Ausgabe Nr. 12, Dezember 2025
Vorwort
Von Thomas Anz
Ein „schlichtester und härtester Beruf“
Rilkes Versuch, künstlerisch zu leben
Von Dieter Lamping
Dieter Lamping über Rilkes „Kunst zu leben und zu schreiben“
Ein Sprachkünstler mit Talent zum Zeichnen
Zum 150. Geburtstag von Rainer Maria Rilke ist ein Band mit 150 künstlerischen Arbeiten erschienen
Von Manfred Orlick
Essays von Jenny Schon über Rilke, Bachmann, Kafka und andere
Zum 150. Geburtstag von Rainer Maria Rilke: aus dem Archiv von literaturkritik.de
Hannah Arendt – keine Heilige, aber eine stets gegenwärtige Zeitgenossin
Willi Winkler gelingt ein faszinierendes Porträt der Jahrhundertintellektuellen
Von Jens Hacke
Hannah Arendt und Nikolaus Lobkowicz
Ein zum ersten Mal veröffentlichter Brief von ihr an ihn
Von Willi Winkler
Vieler Menschen Freundin
Hannah Arendts soziales Leben
Von Dieter Lamping
Hass sollte keine Einrichtung von Dauer sein
Mit „Über Palästina“ hat Thomas Meyer ein interessantes Buch herausgegeben, das zwei unveröffentlichte Texte von Hannah Arendt und Kollegen über Palästina enthält
Von Jens Flemming
Zum 50. Todestag von Hannah Arendt: aus dem Archiv von literaturkritik.de
Zum 90. Geburtstag von Wulf Segebrecht: aus dem Archiv von literaturkritik.de
Zu seinem 100. Geburtstag und 30. Todestag erinnert Hans-Jürgen Krug an den Marburger Literaturwissenschaftler Dieter Bänsch
Zum 250. Geburtstag von Jane Austen: aus dem Archiv von literaturkritik.de
Das Leben ist ein Gespräch
Vor 100 Jahren wurde der Georg-Büchner-Preisträger Tankred Dorst geboren
Von Peter Mohr
Mami-Gespräche und Papa-Talks
Warum Väter in ihrer Rolle immer noch ganz anders netzwerken als Frauen
Von Dirk Kaesler und Stefanie von Wietersheim
Verfolgung und Hoffnung
Heinrich Heines Erzählung „Der Rabbi von Bacherach“
Von Karl-Josef Müller
Eine Heilige, neu gelesen
Tanguy Donnet erschließt eine bislang unedierte Fassung der Katharina-von-Alexandrien-Legende für die Forschung
Von Ruth Isser
Thomas Mann - Betrachtungen eines standhaften Humanisten
Gedankenreiche, bedenkenswerte, von Friedhelm Marx herausgegebene Essays über Kunst, Kultur und Politik in der Weimarer Republik
Von Thorsten Paprotny
Sperma und Menstruationsblut
Erica Jongs immer noch lesenswerter feministischer Klassiker „Angst vorm Fliegen“ ist in einer gelungenen Neuübersetzung erschienen
Von Rolf Löchel
Ohne schreiben todunglücklich
Die Bachmann-Böll-Korrespondenz gewährt Einblicke in Leben und Persönlichkeit zweier Schriftsteller
Von Werner Jung
Kritische und intellektuelle Möglichkeiten wecken
Paul Schallücks Briefe an die Eltern als Zeugnis eines Schriftstellerlebens in der jungen Bundesrepublik
Von Werner Jung
Roman über die Umbrüche der Gründerzeit
Der Wallstein Verlag hat seine kommentierte Ausgabe der Werke von Wilhelm Raabe mit einem neuen Band fortgesetzt
Von Manfred Orlick
Stefanie von Wietersheim über „Vergessene Heldinnen. Frauen, die Geschichte schrieben“
Verharren im Mikrokosmos
In ihrem zweiten Roman „Die Sprache meines Bruders“ erzählt Gesa Olkusz die Geschichte entfremdeter Brüder
Von Michael Fassel
Wenn der Ladebalken im echten Leben hängt
Computernerd trifft auf burschikose Sitzenbleiberin: Kurt Prödels Romandebüt „Klapper“ behandelt dysfunktionale Familien, digitale Fluchtwelten und eine vorzeitig endende Freundschaft
Von Oliver Pfohlmann
Mich reizt das Abenteuer, nicht die SED
Cordt Schnibbens Roman „Lila Eule“: eine deutsch-deutsche Liebes- und Zeitgeschichte
Von Werner Jung
Von den Überlebenden der Shoah und dem Leben der Nachkommen
Esther Dischereits „Ein Haufen Dollarscheine“ fordert auf, Stellung zu beziehen
Von Adela Sophia Sabban
Eine erste Hochrechnung
Leon Englers meisterhaftes Debut „Botanik des Wahnsinns“ geht unter die Haut
Von Peter Mohr
Lebensangst in Gedichtform gebracht oder Arten der Obdachlosigkeit
Lukas Hörnig beweist mit dem Gedichtband „Lichtungen im Niemandsland“, dass Pessimismus uns keineswegs aus der Welt vertreibt – im Gegenteil, denn mindestens die Sprache treibt uns tiefer in sie hinein
Von Nora Eckert
Die Prinzessin und das Patriarchat
Marlene Streeruwitz geht in „Prinzessinnenkunde“ klarsichtig einem Muster bürgerlicher Erziehung auf den Grund
Von Stefan Neuhaus
Voll das pralle Leben
„Ein Schaf umarmen“ sammelt spritzige Erzählungen von Barbara Krohn
Von Klaus Hübner
Zwischen Panzer-Torte und Feuersturm
Arno Franks Roman „Ginsterburg“ verwebt die Schicksale von Kleinstadtcharakteren während der NS-Zeit und zeigt, wie sich das Böse in den Alltag einschleicht
Von Oliver Pfohlmann
Wir wachsen am Rand der Welt
Diana Jahrs „in der stille | werden wir durstig sein“ ist ein Gedichtband im Spiegel unserer Zeit
Von Michael Eschmann
Der Watzmann schweigt
„Berchtesgaden“ von Carolin Otto stellt, filmreif inszeniert, interessante Charaktere vor
Von Klaus Hübner
Du sollst töten
Einige Überlegungen zu Szczepan Twardochs Roman „Die Nulllinie“
Von Karl-Josef Müller
Rhythmen und Transformationen
Hemley Boum schildert die Suche nach Identität und Zugehörigkeit im postkolonialen Kamerun
Von Julia Augart
Die Angst der Mutter, das Trauma der Tochter
Warum die Kindheit nie aufhört: Die Norwegerin Vigdis Hjorth ringt in ihrem Roman „Wiederholung“ mit den Schatten der Vergangenheit
Von Oliver Pfohlmann
Der Fall der verschwundenen Rotarmisten
In „Samson und das Galizische Bad“ lässt Andrej Kurkow das Kiew des frühen 20. Jahrhunderts zum dritten Mal lebendig werden
Von Dietmar Jacobsen
Gelobtes Land
Lavie Tidhars „Adama“ berichtet von einer fatalen Familiengeschichte in Israel
Von Walter Delabar
Wirbelndes Lebenspanorama
Jean-Baptiste Andrea erzählt in „Was ich von ihr weiß“ auf packende und vielschichtige Weise die Lebens- und Liebes-Geschichte eines kleinwüchsigen Bildhauers im Italien des vergangenen Jahrhunderts
Von Karsten Herrmann
Von Massachusetts nach Jerusalem
John Irvings Roman „Königin Esther“ ist ausschweifend und zäh
Von Peter Mohr
Mord macht immer gute Laune
In „Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code“ setzt Richard Osman seine erfolgreiche und unterhaltsame Romanreihe mit dem fünften Abenteuer seiner vier Pensionisten fort
Von Dietmar Jacobsen
Schweigen im Dorf
Mattias Timander sucht in seinem Debütroman „Dein Wille wohnt in den Wäldern“ nach dem kleinen roten Haus, das Heimat heißt
Von Beat Mazenauer
Wie wir lieben
Die britische Schriftstellerin und trans*Aktivistin Shon Faye ist nicht die erste, die die Liebe als eine Kampfzone beschreibt, aber wohl die erste, die uns mit „Love in Exile“ erklärt, was das für eine trans*Frau bedeuten kann
Von Nora Eckert
Erinnerungen an die Kindheit blitzen im Alter auf
In Graham Swifts „Nach dem Krieg“ berichten alternde Erzähler von Verwirrungen über das Leben
Von Mechthild Hesse
Mord hinter verschlossenen Türen
Ian Rankins Ex-Polizist John Rebus ermittelt bei seinem fünfundzwanzigsten Abenteuer „Die dunkelste Stunde der Nacht“ zum ersten Mal im Gefängnis
Von Dietmar Jacobsen
Postantiker Humor
In „Asterix in Lusitanien“ schickt das neue Gespann Fabcaro & Conrad die gallischen Helden in Europas Westen
Von Michael Braun
Von seltsamen und liebenswerten Dichtern
Lebhaft erzählt Michael Krüger von seinen Freundschaften mit Dichtern, von Günter Bruno Fuchs bis Hans Magnus Enzenberger, von Guntram Vesper bis Günter Grass
Von Georg Patzer
Die Gesellschaftskritik des Krankenhauses
Matthias Aumüllers Studie „Medikaler Raum in der erzählenden Literatur der DDR“ untersucht unterschwellige Hoffnungen auch in unbekannten Texten
Von Paola Quadrelli
Die jungen Rebellen und der Dichterfürst Goethe
Der Sammelband „Goethe und die europäische Romantik“ gibt viele präzise Einblicke in das frühe 19. Jahrhundert
Von Martin Lowsky
Lebenselixier tschechische Poesie
Der liebevoll aufbereitete Text-Bild-Band „Ich habe die tschechische Sprache geheiratet“ würdigt den deutsch-tschechischen Kontext des Schriftstellers Reiner Kunze und seiner Ehefrau Elisabeth
Von Volker Strebel
Hunde, Matrosen und das zweitbeste Bett
Michael Maar stellt in „Das violette Hündchen“ scheinbare Nebensächlichkeiten in Literaturklassikern vor
Von Michael Duszat
In „Windmühlen in Halbtrauer“ / „Kain & Caliban“ analysiert Friedhelm Rathjen die ländlichen Erzählungen von Arno Schmidt
Ein fundierter Überblick
Vier Autor:innen legen eine kompakte Einführung in die Gender Studies vor
Von Michael Fassel
Mägen umdrehen…
Walter Schübler stellt auf amüsante Weise die „Küchenrevoluzzer“ des frühen 20. Jahrhunderts vor
Von Walter Delabar
Ekstatische Nonnen, berauschte Oktopusse
Vielfältig und kontextabhängig: Racha Kirakosian entmystifiziert in „Berauscht der Sinne beraubt“ populäre Vorstellungen über Ekstase
Von Oliver Pfohlmann
Des anderen, klagenden Hölderlin Gegenwärtigkeit
Dieter Burdorf bereichert mit einer weiteren Hölderlin-Studie
Von Günter Helmes
„Tende Strömfeld Simonetta“
Der SDS-Vorsitzende und Hölderlin-Verleger KD Wolff hetzt in autobiografischen Aufzeichnungen durch sein Leben
Von Georg Patzer
Von der Korrumpierung zur Mitwisser- und Mittäterschaft
Götz Aly legt mit „Wie konnte das geschehen?“ die Summe seiner lebenslangen Forschungen vor
Von Franz Sz. Horváth
Ganz normale Leute, ganz normale Gesellschaft
Peter Longerich legt mit „Unwillige Volksgenossen“ eine detailreiche Stimmungsgeschichte der Jahre 1933 bis 1945 vor
Von Kai Sammet
Revolutionärinnen
Antje Schrupp stellt in „Unter allen Umständen frei“ drei US-Amerikanerinnen des 19. Jahrhunderts vor
Von Rolf Löchel
Vergangene Versäumnisse, verpasste Weichenstellungen
Georg Diez’ „Kipppunkte“ blickt auf die widersprüchliche Zeit der Neunziger zurück, als die Probleme von heute hätten gelöst werden können, oder erst entstanden sind
Von Oliver Pfohlmann
Pfarrkirchen war überall
Gerhard Neuners Oberschulgeschichten aus der Wirtschaftswunderzeit 1951–1955
Von Klaus Hübner
Für den Frieden
Johann Georg Lughofer legt eine kompakte und doch sehr detailreiche Biografie der Pazifistin Bertha von Suttner vor
Von Martin Lowsky
Blinde Flecken ausgeleuchtet
In „Nachbilder“ offenbart Matthias N. Lorenz eindrücklich die Defizite der Erinnerung an das rassistische Pogrom in Rostock-Lichtenhagen 1992
Von Nils Gudat
Mit Neurobiologie auf den Spuren ideologischen Denkens
Leor Zmigrods Buch „Das ideologische Gehirn“ erkundet leserfreundlich molekularbiologisches Neuland
Von Rolf Löchel
Aufgeklärtes und gebildetes Sehen
Willibald Sauerländers posthum veröffentlichte Aufsatzsammlung „Die Natur im Stundenglas der Zeit“ zu den Bildern von Nicolas Poussin ist eine erhellende, gedankenscharfe und poetische Lektüre
Von Georg Patzer
Raus an die Luft!
Norbert Göttler präsentiert in „Malerluft und Malerlust“ Künstlerorte in Oberbayern
Von Klaus Hübner
Herbie! Herbie! Herbie! – „100 Seiten“ über unser aller Mit-„Mensch“ Herbert Grönemeyer
Paul McCartney nach den Beatles
Eine reich illustrierte Neuerscheinung erzählt die Geschichte der „Wings“
Von Manfred Orlick
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