In eigener Sache
Erinnerungen an Hannes Krauss (1945–2026)
Von Redaktion Gegenwartskulturen
Wir verlieren mit Hannes Krauss einen langjährigen Rezensenten, der nicht nur zahlreiche Ausgaben unserer Essener Redaktion Gegenwartskulturen, sondern vor allem auch unsere literaturkritischen Abendveranstaltungen bereichert hat.
Seine Liebe zur Literatur ist spürbar gewesen. Mit einem ihm eigenen, lächelnden Interesse konnte er sich über Details und Figuren austauschen wie kaum ein anderer, dabei waren ihm Hierarchien stets fremd, kritische Anregungen wusste er ohne Stirnrunzeln zu vermitteln. Was er zu einem Buch zu sagen hatte, war manchmal interessanter als das Buch selbst.
Er interessierte sich auch nach seiner Pensionierung für die Menschen im universitären Literaturleben und scheute sich nicht, Ansprechpartner zu sein, wenn es um belletristische wie wissenschaftliche Literaturempfehlungen oder sogar die Begleitung kleinerer und größerer schriftlicher Arbeiten ging. Seine Unterstützung war großzügig wie unaufdringlich, aber vor allem immer wohlwollend – und sein Zuspruch wird fehlen.
Bei unserem letzten Treffen im Januar 2026 verkündete er: „Ich bin jetzt über 80 und hab‘ ein schönes Leben gelebt – alles, was noch kommt, ist Bonus.“ Wir hätten ihm einen üppigeren „Bonus“ gewünscht und blicken mit großer Dankbarkeit auf die Zusammenarbeit mit Hannes Krauss zurück.
Anna Köbrich für die Redaktion Gegenwartskulturen
Anmerkung der Redaktion: Den ausführlichen Nachruf auf Hannes Krauss von Werner Jung finden Sie hier.
Beiträge von Hannes Krauss in literaturkritik.de:
Erinnerungen an Jochen Vogt (1943–2025).
Von Hannes Krauss
Ausgabe 10-2025Auf kunstvolle Weise wortkarg.
Judith Kuckarts Roman „Die Welt zwischen den Nachrichten“
Von Hannes Krauss
Ausgabe 09-2025Philosophie to go.
Uta-Maria Heims „Albleuchten“
Von Hannes Krauss
Ausgabe 12-2024Spielmanns Flucht.
Peter Henischs Roman „Nichts als Himmel“
Von Hannes Krauss
Ausgabe 11-2024Orte und Menschen.
Ingo Schulzes Beobachtungen als „Gast im Westen“
Von Hannes Krauss
Ausgabe 10-2024Emotion und Analyse.
Ece Temelkurans Essay „Wille und Würde“
Von Hannes Krauss
Ausgabe 11-2023Autobiographisches Mosaik.
Friedrich Christian Delius‘ nachgetragene „Erinnerungen mit großem A.“
Von Hannes Krauss
Ausgabe 03-2023Schiffsreise in die Vergangenheit.
Zu Alexander Osangs „Fast hell“
Von Hannes Krauss
Ausgabe 12-2022Mit Herrn Harald durch das Jahr.
Dagmar Leupolds außergewöhnlicher Roman „Dagegen die Elefanten!“
Von Hannes Krauss
Ausgabe 09-2022Unordnung und großer Mut.
Julia Francks Buch „Welten auseinander“
Von Hannes Krauss
Ausgabe 08-2022Phantasie und Schreib-Arbeit.
Lutz Seilers Heidelberger Poetik-Vorlesung
Von Hannes Krauss
Ausgabe 04-2022Gepriesen – verfemt – vergessen.
Carola Hilmes und Ilse Nagelschmidt geben ein notwendiges Handbuch über Anna Seghers heraus
Von Hannes Krauss
Ausgabe 01-2022Flanieren in Zeiten des Terrors.
Hilmar Klutes Paris-Roman „Oberkampf“
Von Hannes Krauss
Ausgabe 05-2021Dystopie und Alltag.
Laura Lichtblaus Debütroman „Schwarzpulver“
Von Hannes Krauss
Ausgabe 03-2021Alles, was der Fall war.
Dagmar Leupolds Erinnerungsroman „Lavinia“
Von Hannes Krauss
Ausgabe 05-2022Literatur total.
Felicitas Hoppes Heidelberger Poetik-Vorlesung
Von Hannes Krauss
Ausgabe 12-2019Was sich später so schön liest.
Ein Erinnerungsroman von Hilmar Klute
Von Hannes Krauss
Ausgabe 11-2019Gewichtiges, leicht präsentiert.
Ece Temelkuran über den Populismus
Von Hannes Krauss
Ausgabe 09-2019Die Wahrheit ist im Kopf.
Lese-Reisen mit Felicitas Hoppe
Von Hannes Krauss
Ausgabe 10-2018Vier Frauen unterwegs.
Dagmar Leupolds Abenteuerroman „Die Witwen“
Von Hannes Krauss
Ausgabe 04-2018Lütfiye Güzel erhält den Literaturpreis Ruhr 2017.
Laudatio
Von Hannes Krauss
Ausgabe 12-2017
Ein Beitrag aus der Redaktion Gegenwartskulturen der Universität Duisburg-Essen













