Inhaltsverzeichnis der Ausgabe Nr. 6, Juni 2026
Die Technologie des Durchschnitts: Was KI mit Sprache und Denken macht
Roberto Simanowski analysiert in „Sprachmaschinen“ die kulturellen, politischen und epistemologischen Folgen von Sprachmodellen und plädiert für eine neue Form philosophischer Medienkompetenz
Von Sebastian Meißner
100 Jahre Fortschritt im Überwachungsstaat
Unė Kaunaitė skizziert redundante Menschen in einer Zukunft der totalen Überwachung
Von Stefan Cernohuby
Die Gesellschaft ist nervös geworden
Die Analyse des Kampfgeschehens zwischen Digitalisierung und Gesellschaft ist ein theoretisches Abenteuer. Dirk Baecker verweigert dabei Gewissheiten – und Verständlichkeit für jene, die nicht systemtheoretisch gebildet sind
Von Hermann Rotermund
Post-, trans-, ultra-, anti- oder meta-?
Die Beiträge des von Dieter Thomä herausgegebenen Sammelbands über „Postismen“ zeigen, wie brüchig die Konstruktionen von Danach-Epochen sind, aber bleiben oft beim Davor hängen
Von Hermann Rotermund
Bis heute ist sie die unbestritten populärste Autorin der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur
Anlässlich des 100. Geburtstags von Ingeborg Bachmann erscheinen mehrere Publikationen
Von Manfred Orlick
Ingeborg Bachmanns Kindheit
Graphik, Gedicht und Essay
Von Simone Frieling
Simone Frieling zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann
Beträge über Ingeborg Bachmann in literaturkritik.de vor der Juni-Ausgabe 2026
Zum Tod von Prof. Jörg Schönert
Immer als Scharlatan gefühlt
Vor 100 Jahren wurde der Theaterregisseur Peter Zadek geboren
Von Peter Mohr
Irrungen und Wirrungen
Vor 100 Jahren wurde der umstrittene Schriftsteller Hermann Kant geboren
Von Peter Mohr
Ein streitbarer und polarisierender Schriftsteller mit Staatstreue
Zum 95. Geburtstag von Erik Neutsch, einem der meistgelesenen Autoren der DDR, präsentiert Gunnar Decker eine beeindruckende Biografie
Von Manfred Orlick
Revival eines Jahrhundertromans
Else Jerusalems Roman „Der heilige Skarabäus“ sollte eine Pflichtlektüre nicht nur für alle Bordellgänger sein
Von Rolf Löchel
Aus der Welt des Scheins zurück in die des Seins
Gerhart Hauptmanns „Phantom“ ist mehr als nur eine Hochstaplergeschichte
Von Klaus Hammer
Toxische Hassliebe
Laura Dürrschmidts Roman „Sommer der schlafenden Hunde“ thematisiert eine schmerzhafte Hassliebe
Von Peter Mohr
Das Kalifat überleben
In „Der letzte Sommer der Tauben“ erzählt Abbas Khider vom Hereinbrechen einer Diktatur in das Leben eines Teenagers
Von Martin Schönemann
Lost mit Anfang zwanzig
Gerrit Lenssen behandelt in seinem Debütroman „Und morgen dann erwachsen“ die großen Fragen des Lebens
Von Rebekka Johanna Schmidt
„Da bin ich. Hungrig.“
Elisabeth Papes Romandebüt „Halbe Portion“ erzählt von Zahlen und Zwängen
Von Annelie Knaub
Die große Sehnsucht nach Liebe
Dana Grigorcea kehrt in ihrem reichen Roman „Tanzende Frau, blauer Hahn” erneut nach Rumänien zurück
Von Liliane Studer
Inmitten von Bücherregalen und Naturidylle
Torsten Woywods „Mathilde und Marie“ als stiller Gegenentwurf zur Beschleunigung der Gegenwart
Von Henrike Mohnhaupt
Auf der Jagd nach dem Absoluten
Mit „Die Enthusiasten“ ist Markus Orths ein ebenso großartiger wie brennend aktueller Roman gelungen
Von Dietmar Jacobsen
Drei Frauen aus drei Generation lieben ihr Daheim
Die Frauen im Roman „Die Riesinnen“ von Hannah Häffner sind nicht nur körperlich riesig, sie sind herrlich unangepasst und eigen
Von Mechthild Hesse
Belanglose Gespinste der Nacht
Wolfram Lotz flechtet in Träume in Europa aus Online-Traumforen kleine Traumgeschichten
Von Thorsten Paprotny
Verpasste Chancen und späte Einsichten
Nadine Schneider erzählt in ihrem Roman „Das gute Leben“ von berührenden Frauenschicksalen zwischen Nürnberg und Rumänien
Von Bernhard Walcher
Mineralische und psychische Formationen
Das Buch „Habitus“ von Waseem Hussain und Sascha Reichstein stellt auf überraschende Weisen mit einer Erzählung und fotografischen Exponaten Fragen zu Herkunft und Identität
Von Hermann Rotermund
Auf dem Zauberberg
Eine gewisse Helena Falke gibt ihrer Ermittlerin in „Noch fünf Tage“ ziemlich wenig Zeit
Von Walter Delabar
Im verschleierten Zwischenland
Marina Krugs Gedichtband „Kolibrisland“ entwirft eine Poetik der Verborgenheit und des leisen Widerstands
Von Florian Birnmeyer
Wie die Mütter, so die Töchter
Judith Hoerschs „Niemands Töchter“ erzählt von komplexen Mutter-Tochter-Beziehungen, generationsübergreifenden Traumata und der Suche nach der eigenen Identität
Von Constanze Bettac
Die Grausamkeit steckt in uns allen
Mit poetischer Klugheit erkundet Daniela Seel in „Nach Eden“ die dunklen Seiten der menschlichen Natur
Von Marie Isabel Matthews-Schlinzig
Die Schändung der Welt
Daniela Danz widmet sich in dem Gedichtband „Portolan“ dem, was wir nicht sehen wollen und deshalb ausblenden, und findet dafür eine poetische Sprache, die zum Hinschauen zwingt
Von Nora Eckert
Was vom Menschen bleibt, ist die Erinnerung
Helmut Blepp erweckt in “Nachsaison” Vergangenes in Versen zu neuem Leben
Von Michael Eschmann
Ein Holzhaus überm See
Michael Krügers Gedichte in „Die Wiedereinführung der Sanduhr“ sind beeindruckend, auch verstörend und hochaktuell
Von Herbert Fuchs
Faule Geschäfte in der Welt der hohen Türme
Oliver Bottinis neuer Roman „Die Summe aller Dinge“ spielt vor dem Hintergrund der Cum-Ex-Skandale
Von Dietmar Jacobsen
Alles nur vorläufig
Christian Hallers „Einfallende Dämmerung“ erzählt vom Alter als Abschied und Erkenntnis
Von Werner Jung
Abgründe ohne echte Tiefe
Jürgen Schlusnus erzählt in “Der Rückwärtsläufer und andere ausweglose Fälle” zwölf Geschichten von Todesahnungen, misslingenden und gelungenen Annäherungen
Von Hermann Rotermund
Die unbeschreibliche Schönheit der Dichtung
Eine vielschichtige Auswahl zeitgenössischer Lyrik stellt Michael Lentz in der “Neuen Rundschau” vor
Von Thorsten Paprotny
Das Mädchen aus der Istedgade
Tove Ditlevsens Gedichtband “Da wohnt ein junges Mädchen in mir“ führt zurück in die Kindheit
Von Florian Birnmeyer
Wer jagt wen?
Gaea Schoeters demonstriert in ihrem fabelhaft unangenehmen Roman „Trophäe“ die Macht von Narrativen
Von Anne Stollenwerk
Doch ein Weg ins Licht?
Joanna Bators Erzählungsband „Die Flucht der Bärin“ ist kaleidoskopisch
Von Peter Kock
Nachklang der Sehnsucht
Ben Shattuck erzählt in „Eine Geschichte der Sehnsucht“ von den Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Von Florian Birnmeyer
Überleben in der Hölle Haitis
Mit seinem Kriminalroman „Erschütterungen“ wirft der haitianische Autor Gary Victor einen unbarmherzigen Blick auf den desolaten Zustand seines Heimatlandes
Von Dietmar Jacobsen
Mörderischer Roadtrip
Mit „Outback Killers“ kehrt Candice Fox nach einigen Ausflügen in die Vereinigten Staaten wieder an den Schauplatz zurück, den sie am besten kennt: Australien
Von Dietmar Jacobsen
Eine erschütternde Geschichte, von der wir Kenntnis nehmen sollten
András Visky wartet mit einem literarisch ansprechenden Romanerstling auf
Von Günter Helmes
Auferstanden
Denise Mina lässt Philip Marlowe wieder auferstehen: „Die große Hitze“ wagt sich an eine feministische Wende des hardboiled-Genres
Von Walter Delabar
Die Zeit läuft ab
Mit „Der Tag des Skorpions“ schickt der südafrikanische Autor Deon Meyer seinen Ermittler Bennie Griessel zum zehnten Mal in ein explosives Abenteuer
Von Dietmar Jacobsen
Verhalten hallender Klang
In „Der Gesang der See“ erzählt Trude Teige in gemächlichem Tempo vom Leben auf einer norwegischen Insel im 19. Jahrhundert
Von Anne Amend-Söchting
Größe 47 – die Stiefel von George Orwell
„Entscheidung in Spanien“: Paul Ingendaay folgt den Spuren der Literatur im Spanischen Bürgerkrieg von 1936 bis 1939
Von Karl-Josef Müller
Wer hätte gedacht, dass Hans Christian Andersen tatsächlich …?
Stefan Kutzenberger wartet mit einem gehaltvollen, doch stellenweise absturzgefährdeten Gedankenexperiment auf
Von Günter Helmes
Einer, der mit Dichtung den Menschen bessern wollte
Mit seinem Buch „Die schlaffen Völker mit Göttersprüchen entzünden“ versucht uns Kurt Oesterle den großen Hölderlin wieder nahezubringen
Von Günter Rinke
„Ohne Verrat können wir uns nicht des historischen Bewusstseins entledigen“
Raimund Kemper über Gert Ledigs große Romane „Die Stalinorgel“ und „Vergeltung“, die deutschsprachige Kriegsliteratur und vieles andere mehr
Von Günter Helmes
Mittler der Künste
Das „Schreibheft, Zeitschrift für Literatur 105“ nimmt sich dreier Autoren an, deren Schaffen sich an den Schnittpunkten von Literatur und Film verorten lässt
Von Manfred Roth
Wie literarische Blicke die Kunst reflektieren
David Fuchs schaut dem Autoren in „Kafkas Kunstreflexion“ auf die Finger
Von Virginia Wild
Ein Karussell der Bilder und Bedeutungen
Ungewöhnliche Annäherungen an E. T. A. Hoffmann im „Schnurrpfeifenkarussell“
Von Thorsten Schulte
„Wege ins Ungebahnte“ titelt die neuste Ausgabe des JUNI-Magazins für Literatur und Kultur aus dem Aisthesis Verlag, in der sich die Herausgeber Walter Delaber und Werner Jung des literarischen Nachlasses von Dieter Wellershoff annehmen
Paper Passion
Carla Meyer-Schlenkrichs Geschichte der Papierzeit
Von Ruth Isser
Das Trauma bleibt
Die in „Nobody’s Girl“ aufgezeichneten Erinnerungen an den Missbrauch von Virginia Roberts Giuffre durch Jeffrey Epstein erschüttern
Von Mechthild Hesse
Sich-Verstehen und Miteinander-Verstehen
„Die Sagkraft der Hermeneutik“: Was Gadamers Hermeneutik uns heutzutage vermitteln kann
Von Markus Oliver Spitz
Im Krabbenkorb
Der Sammelband „Streit unter ‚Schwestern’“ bietet einige informative Einblicke in innerfeministische Auseinandersetzungen seit dem 19. Jahrhundert
Von Rolf Löchel
Glanz und Elend des Menschen
Christian Thies’ „Philosophische Anthropologie“ ist eine durchaus brauchbare „Einführung“ in dieselbe
Von Rolf Löchel
(All)mächtig sein um jeden Preis! Auch bis zum finalen Desaster?
Joseph Croitoru porträtiert Benjamin ‚Bibi‘ Netanjahu und zeichnet dessen politischen Werdegang nach
Von Günter Helmes
Körper, Schuld und Schönheit im Blick der Kunst
In “Geschlecht und Krankheit in der Kunst” zeigt Johanna Johnen, wie Bilder von Krankheit zwischen Moral, Begehren und Geschlecht oszillieren – und bis heute nachwirken
Von Silvio Barta
Ode an Udo
Benjamin von Stuckrad-Barre preist mit „Udo Fröhliche“ die Ikone Udo Lidenberg
Von Thorsten Schulte
Was bleibt, wenn scheinbar alles verloren geht
Welf Reinharts Langfilmdebüt „Der verlorene Mann“ überzeugt mit einem erfrischend anderen Blick auf die Alzheimerkrankheit
Von Nuria Demessier
Vom Leuchten der Daten: Wie der Kosmos seine Farben bekommt
Florian Freistetter verbindet in „Die Farben des Universums“ Astronomie, Wahrnehmung und Physik zu einer ebenso klugen wie unterhaltsamen Reise durch das sichtbare und unsichtbare Universum
Von Silvio Barta
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