Inhaltsverzeichnis der Ausgabe Nr. 7, Juli 2021

Vorbemerkungen zur Juli-Ausgabe von literaturkritik.de

Schwerpunkt: Folk Horror

Traue keinem Menschen vom Land
Ein Gespräch mit dem britischen Historiker Ronald Hutton über das Folk Horror-Genre, die Angst des modernen Menschen vor der Vergangenheit und das Hexenbild im 21. Jahrhundert
Von Sascha Seiler

„Hier können die ältesten Dinge noch existieren”
Folk-Horror in Adam Nevills Romanen „The Ritual” und „The Reddening”
Von Sebastian Weirauch

Der Vater des Folk Horror
Der Berliner Elfenbein Verlag veröffentlicht derzeit das Werk des walisischen Schriftstellers Arthur Machen in einer umfassenden Edition
Von Sascha Seiler

Das Grauen im Archaischen
In ihrem Roman „Geisterwand“ beschwört die schottische Autorin die Geister der fernen Vergangenheit, um die politischen Wirrungen im Großbritannien der Gegenwart zu beleuchten
Von Sascha Seiler

Neues aus Tlön
The Real Ash begibt sich in „Ecrinautik“ auf die Suche nach dem Nationalepos der fiktiven Republik Xanta
Von Sascha Seiler

Literaturkritik – Der Podcast
Folge 2: Die argentinische Schriftstellerin Mariana Enriquez über Folk Horror, Paganismus und die Macht der Eliten
Von Podcast Literaturkritik

Jubiläen, Gedenktage und Preise

Der französische Äsop und Erneuerer einer literarischen Gattung
Zum 400. Geburtstag des Fabeldichters Jean de La Fontaine
Von Manfred Orlick

Die Trompete als Tauchsieder
Zum 50. Todestag von Louis Armstrong
Von Manfred Orlick

Marcel Proust en miniature
Zum 150. Geburtstag des großen französischen Romanciers ist ein Destillat seines siebenbändigen Hauptwerkes in einer Neuausgabe erschienen
Von Manfred Orlick

Zum 150. Geburtstag von Marcel Proust: aus dem Archiv von literatukritik.de

Zum 50. Todestag von Jim Morrison: Hinweise und Videos

Clemens J. Setz erhält den Georg-Büchner-Preis 2021

Editionen und Neuauflagen

Die edlen Schweine, das Nirwana und die Harmonie der Welt
Paul Claudels China-Buch „Was der Osten ist“ von 1907 ist neu übersetzt worden
Von Martin Lowsky

Rilke Reloaded
Zu einer Neuedition der Kommentierten Werke Rainer Maria Rilkes und einem aktuellen Band zu Leben und Werk des Dichters
Von Ulrich Klappstein

Deutschsprachige Literatur

Von Brixen bis nach Marrakesch
Im achten Band seines Romanprojekts „Ortsumgehung“ nimmt Andreas Maier seine Leser mit auf Reisen
Von Dietmar Jacobsen

Ein anderes Bild der Geschichte
Der Wiener Franzobel peilt seinen historischen Roman „Die Eroberung Amerikas“ zwischen Ernst und Komik hindurch
Von Beat Mazenauer

Das Mädchen von der Insel
In „Sturmvögel“ erzählt Manuela Golz die Lebensgeschichte einer unerschrockenen Frau
Von Miriam Seidler

Nachösterliche Interpretation
Felicitas Hoppe lädt in „Fieber 17“ zur Retrospektive ein
Von Svenja Frank

Zwischen Oberflächlichkeit und Seelentiefe
Joséphine Nicolas macht Zelda Fitzgerald in ihrem Roman „Tage mit Gatsby“ zur Ich-Erzählerin
Von Rainer Rönsch

Akademische Ränkespiele
In „Herbarium, giftgrün“ verbindet Gert Ueding Krimi und Campusroman – doch leider bleibt der Roman trotz eines interessanten Plots aufgrund farbloser Protagonisten und klischeebehafteter Figuren eher blass.
Von Monika Grosche

Nicht alles ist so schwerelos wie es scheint
Rainer Strobelt dichtet in „lüfte fragen“ mit heiterem Ernst
Von Thorsten Paprotny

Der Janus der Familie
In der romanhaften Chronik „Der Dritte“ folgt Walter Laufenberg den Spuren seiner Vorfahren
Von Andreas Urban

Eine Hausapotheke zu Meta – und zu Physik
Ingolf Brökels Gedichtband „friedenserhaltungssatz“ liefert neue Perspektiven auf Alltagsbeobachtungen, auf Naturwissenschaften und auf Transzendentes
Von Nils Bernstein

Homo inquietus stirbt
Abram Maenner entfaltet in „Todes Stunde“ einen poetischen Rausch der Erinnerung
Von Nora Eckert

Von der Würde des Menschen
„flüstern gegen die wölfe“ – Zwanzig Geschichten von SAID
Von Klaus Hübner

Von Dingen des Lebens und der Kunst
Mit „Der Zauberlehrling“ erscheint der vierte Band an Neuausgaben von Marta Karlweis
Von Günter Helmes

Mit ‚reifer Vernunft‘ über ‚reines Gefühl‘
Sophie Mereaus Debütroman „Das Blüthenalter der Empfindung“
Von Günter Helmes

Träne im Augenwinkel
Hans-Ulrich Treichels traurig-komischer Roman „Schöner denn je“
Von Peter Mohr

Bleiben oder gehen?
In Moritz Hegers Roman „Aus der Mitte des Sees“ kämpft ein Mönch mit dem Zwiespalt
Von Peter Mohr

Vom Erzähler hinters Licht geführt
Harald Martenstein geht in seinem Roman „Wut“ der Frage nach, ob unser Leben von den sozialen Umständen vorherbestimmt ist
Von Julia Steinke

Wirken des Erinnerns im Hier und Jetzt
In „Wer wir sind“ schildert Lena Gorelik vielschichtige und dynamische Momente ihrer Sozialisation
Von Anne Amend-Söchting

Fremdsprachige Literatur

Erschütternd unterkomplex
Mit „1981“ legt die Juristin Eloísa Díaz einen halbgaren Kriminalroman vor
Von Sascha Seiler

Alltag in Haiti
Yanick Lahens beschreibt in „Sanfte Debakel“ das Leben in einem von tiefen Gegensätzen geprägten Land
Von Michi Strausfeld

Kalte Heimat
Die beiden Romane „Die Unschuldigen“ und „Sweetland“ des kanadischen Autors Michael Crummey lassen uns frösteln
Von Karl-Josef Müller

Das Glück vom Wagnis
Erling Kagge schreibt eine kurzweilige „Philosophie für Abenteurer“
Von Lukas Pallitsch

Ein grandioses Problem
Der Schriftsteller und Philosoph Wassilij Rosanow(1856-1919) beweist in „Die Welt am Ende“, dass er zu den schillerndsten Persönlichkeiten in der Literatur der russischen Moderne zählt
Von Volker Strebel

Federschmuck
In Megan Hunters Roman „Die Harpyie“ wird eine britische Durchschnittsfrau zum Racheengel
Von Sascha Seiler

Verlorene Illusionen und neue Hoffnungen
In Jiří Hájíčeks Roman „Vignetten mit Segelschiff“ geht eine Frau aus einer Lebenskrise gestärkt hervor
Von Günter Rinke

Gegen die symbiotische Strategie
Yukiko Motoyas „Die einsame Bodybuilderin“: Lehrreiche Literarisierung des Gender Gap oder die Agency des Entropischen
Von Lisette Gebhardt

Freischwimmen
Thomasz Jedrowskis Debütroman „Im Wasser sind wir schwerelos“ erzählt von politischen Repressionen, Aufbruchstimmung und einer (unmöglichen) Männerliebe im spätkommunistischen Polen
Von Bernhard Walcher

Bestechungsskandal im Altersheim: Verrückte Omi türmt mit Journalisten in die Schweiz
Warum es in Tarkan Bagcis Roman „Die Erfindung des Dosenöffners“ in erster Linie nicht darum geht, wer den Dosenöffner erfunden hat
Von Charlotte Quick

Nur eine unbedeutende Person
In seinem Roman „W.“ erzählt Steve Sem-Sandberg das Leben von Johann Christian Woyzeck nach
Von Beat Mazenauer

Schach dem König
Richard Forster und Ulla Steffan geben unter dem Titel „Auf die Dame kommt es an“ eine Anthologie mit 15 Schachgeschichten heraus
Von Rainer Rönsch

Cliffhänger mit Kippmechanismus.
Colin Niel zeigt in „Nur die Tiere“ seinen virtuosen Umgang mit Krimikonventionen
Von Sabine Haupt

Literaturwissenschaft

Auch in bewegten Zeiten Freude und Kurzweil zu bereiten
Seraina Plotke und Stefan Seeber stellen „Schwanksammlungen im frühneuzeitlichen Medienumbruch“ vor und lenken damit den Blick sowohl auf eine insgesamt unterschätzte literarische Form als auch auf die Umbruchphase von der Handschrift zum Druck
Von Jörg Füllgrabe

Verschwinden des Abenteuers in der Moderne?
Der literaturwissenschaftliche Sammelband „Abenteuer in der Moderne“ untersucht den Verbleib abenteuerlicher Erzählmuster seit der Goethezeit
Von Julia Stetter

Vom Umgang mit spätantiker Literatur im Spätmittelalter
Daniela Mairhofer und Agata Mazurek erforschen und edieren die Oxforder Übersetzung der „Consolatio Philosophiae“ des Boethius.
Von Michael Rupp

Überall Dante
Franziska Meiers „Besuch in der Hölle“ und die Rezeptionsgeschichte der „Göttlichen Komödie“
Von Tobias Weilandt

Nicole Colin, Rolf Parr, Catherine Teissier und Joachim Umlauf veröffentlichen den Sammelband „Germanistik – eine interkulturelle Wissenschaft?“

Rolf Füllmann veröffentlicht den Band „Thomas Mann“ und stellt damit einen der „international anerkanntesten und einflussreichsten Repräsentanten der deutschen Literatur und Kultur“ vor

Friedhelm Rathjen recherchiert in „Der defekte Rest“ Details aus der Biographie von Arno Schmidt

Kultur- und Medienwissenschaft

En garde!
Die Neuauflage der Edition des „Tower Fechtbuchs“ von Jeffrey L. Forgeng gewährt Einblicke in den Umgang mit Schwert und Buckler im Mittelalter
Von Simone Hacke

Emanzipation und Modetrend
Helga Lüdtke beleuchtet Facetten des „Bubikopfs“ im 20. Jahrhundert
Von Jens Flemming

Frühneuzeitliche Städte als Kommunikationsknotenpunkte
Kommunikationsräume – Medien – Strategien
Von Lina Schröder

Politik und Geschichte

Den Demütigen gehört die Zukunft
Bernd Stegemann analysiert in „Die Öffentlichkeit und ihre Feinde“ die multiplen Blockaden der Dialogkultur spätmoderner Gesellschaften im Wandel und kommt zu wenig überraschenden Ergebnissen
Von Marcus Neuert

Eine Kriegsgeburt
Eckart Conze erinnert an die Reichsgründung vor 150 Jahren – „in weiter Ferne, so nah“
Von Karl Bachsleitner

Soziologie und Philosophie

Misandrie und Hexensabbat
Pauline Harmanges Essay „Ich hasse Männer“ ist eine Gedankenreise, auf die man sich einlassen sollte
Von Veronika Dyks

Zivilisationsmodell 3.0
Parag Khanna untersucht in „Move“ ein gegenwärtiges wie zukünftiges Zeitalter der Migration
Von Stephan Wolting

Mutterschaftsidealisierung, Männergewalt und rauschende Feste
Meike Baader, Eva Breitenbach und Barbara Rendtorff greifen mit ihrem Buch über „Bildung, Erziehung und Wissen der Frauenbewegungen“ in laufende Debatten ein
Von Rolf Löchel

Gemeinsam allein – wie Corona Einsamkeit verschärft
Diana Kinnerts „Die neue Einsamkeit“ ist ein wichtiger Debattenbeitrag
Von Thorsten Schulte

Der vierfache Gender Gap
In ihrem Buch „Es geht nur gemeinsam!“ zeigt Jutta Allmendinger, wie Geschlechtergerechtigkeit erreicht werden kann.
Von Rolf Löchel

Bildende Kunst

In beunruhigender Ruhe
Mit „Giorgio de Chirico – Magische Wirklichkeit“ erscheint ein beeindruckender Band über den italienischen Künstler, dessen metaphysische Bildwelt noch heute fasziniert
Von Klaus Hammer

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