Inhaltsverzeichnis der Ausgabe Nr. 11, November 2021

Vorbemerkungen zur November-Ausgabe von literaturkritik.de

Schwerpunkt I: Literarische Übersetzung

Übersetzte Literatur
Tendenzen weltliterarischer Zirkulationsprozesse
Von Natalia Blum-Barth

„Lateinamerikanische Literatur wird oft als Landeskunde missverstanden“
Ein Gespräch mit der Übersetzerin Susanne Lange
Von Sascha Seiler

Internationaler Lyrik eine Heimat geben
Ein Gespräch über die Vermittlung von Gedichten und Übersetzungen mit Lyrikline-Projektleiter Heiko Strunk
Von Mario Wiesmann

Fragwürdige Binarität
Die brasilianische Autorin Carla Bessa über das Schreiben zwischen Rio de Janeiro und Berlin, Identität und Transsexualität, brasilianische Literatur in Deutschland sowie den deutschen Buchmarkt
Von Martina Kopf

Schwerpunkt II: Dostojewski zum 200. Geburtstag

200. Geburtstag von Fjodor Michailowitsch Dostojewski
Zahlreiche Neuerscheinungen zum Jubiläum des russischen Schriftstellers
Von Manfred Orlick

Eine Mischung aus biografischen Elementen, Zitaten und persönlichen Anmerkungen
Zum 200. Geburtstag von Fjodor M. Dostojewski legen Markus Spieker und David Bühne mit „Rock me, Dostojewski – Poet. Prophet. Psychologe. Punk“ die ‚ultimative‘ Biografie vor
Von Manfred Orlick

Retterin und spätere Ehefrau des großen russischen Schriftstellers
Die Erinnerungen von Anna Grigorjewna Dostojewskaja und die gemeinsame Korrespondenz sind zum 200. Geburtstag von Fjodor M. Dostojewski erschienen
Von Manfred Orlick

Sehnsuchtsland Deutschland
Karla Hielscher bietet einen Einblick in das Wirken von „Dostojewski in Deutschland“
Von Manfred Orlick

Zum 200. Geburtstag von Dostojewski: aus dem Archiv von literaturkritik.de

Schwerpunkt III: Identitätspolitik und Identitätstheorie

Vorwort zum Schwerpunkt Identitätspolitik und Identitätstheorie

Rezensionen

Aufklärender Beitrag zum Kulturkampf
Aladin El-Mafaalani analysiert die Entstehung und Wirkung von und den Umgang mit Rassismus
Von Gertrud Nunner-Winkler

Wo ich jetzt bin
Bernardine Evaristo schreibt in „Mädchen, Frau etc.“ über womanistische Leben
Von Monique Grüter

Essay

Narrative Imagination
Bernardine Evaristos Umgang mit identitätspolitischen Strategien
Von Gertrud Nunner-Winkler

Jubiläen und Gedenktage

Schreiben ist kein Beruf
Zum 100. Geburtstag der Schriftstellerin Ilse Aichinger
Von Peter Mohr

Zum 100. Geburtstag von llse Aichinger: aus dem Archiv von literaturkritik.de

Musikalisches Sinnbild einer besseren Welt
50 Jahre „Imagine“
Von Manfred Orlick

Bericht von der Wiedergeburt
Zum 70. Geburtstag des Schriftstellers Hanns-Josef Ortheil erschien sein Roman „Ombra“
Von Peter Mohr

Zum 20. Todestag von Thomas Brasch: aus dem Archiv von literaturkritik.de und weitere Hinweise

Editionen und Neuauflagen

Intensive editorische Arbeit und die Gefahr des Informations-Overkills
Der opulent von Christiane Mühlegger-Henhapel und Ursula Renner kommentierte und ausgestattete Briefwechsel zwischen Hugo von Hofmannsthal, Alfred Roller und Richard Strauss
Von Günther Fetzer

Berliner Plauderbriefe
Alfred Kerrs gesammelte „Briefe aus der Reichshauptstadt“ aus den Jahren 1897 bis 1922 zeigen den Theaterkritiker und Feuilletonisten als sprachmächtigen Chronisten seiner Zeit
Von Horst Schmidt

Nur wenige Briefe nach Europa
Dieter Burdorf gibt „Rudolf Borchardts europäische Briefnetzwerke“ heraus
Von Günther Fetzer

Der Mann von funfzig Jahren
„Die Schwimmerin“: Der Exil-Roman Theodor Wolffs
Von Walter Delabar

Empathie als Lebenshaltung
Der Band mit verstreut erschienenen Schriften der Autorin Ilse Aichinger „Aufruf zum Mißtrauen‟ zeigt die vielen Facetten der österreichischen Dichterin
Von Miriam Seidler

Ein vergessener Wiener Expressionist
Wilfried Ihrig legt ausgewählte Feuilletons von Heinrich Nowak vor
Von Manfred Orlick

Deutschsprachige Literatur

Von einer Zeitenwende
Yulia Marfutovas Romandebüt „Der Himmel vor hundert Jahren“
Von Helmut Sturm

Spektakuläre Neu-Vermessung der Welt
Dietmar Dath legt mit „Gentzen oder: Betrunken aufräumen“ ein intellektuell und literarisch spektakuläres Werk vor, mit dem er unsere durch Algorithmen bestimmte digitale Welt vermisst und nach unserer Zukunft fragt
Von Karsten Herrmann

Lebenskluge poetische Texte des „Freundes aus Damaskus“
Der syrisch-deutsche Schriftsteller Rafik Schami legt neue Erzählungen und Betrachtungen vor
Von Rainer Rönsch

Eine Liebe in Deutschland
Mit „Kairos“ arbeitet Jenny Erpenbeck weiter daran, Vergangenem wie Verdrängtem eine Stimme zu geben
Von Dietmar Jacobsen

Nachrichten aus dem nicht enden wollenden Zeitalter der Fische
Sasha Marianna Salzmann berichtet in ihrem zweiten Roman „Im Menschen muss alles herrlich sein“ von kalten Zeiten
Von Helmut Sturm

Der Künstler als tragikomischer Held
In seinem Roman „Der Jaeger und sein Meister“ begibt sich Rocko Schamoni auf die Spuren seines Idols Heino Jaeger
Von Günter Rinke

Das Rettungsmittel Liebe
Albert Ostermaier dichtet in „Teer“ über Formen der Zweisamkeit
Von Thorsten Paprotny

Die Archivierung von Einsamkeit
Peter Stamm schreibt in „Archiv der Gefühle“ über die Bibliothek einer ungelebten Beziehung
Von Stephan Wolting

Eine Reise nach innen
Peter Karoshi erzählt in „Zu den Elefanten“ über eine ungewöhnliche Wanderung
Von Thorsten Paprotny

Irrwege einsamer Männer
In „Flug der Flamingos“ findet Jens Wonneberger treffende Bilder für die Zersplitterung der Gesellschaft
Von Martin Schönemann

Vom Umgang mit ungerufenen Geistern
Bernhard Strobels vierter Erzählband „Nach den Gespenstern“ thematisiert Alter, Alleinsein und Beziehungskonflikte und weitet das Genre des Phantastischen mitunter ins Psychologisch-Groteske
Von Marcus Neuert

Die Zerbrechlichkeit der Welt
Bernd Storz dichtet in „Sommergespräche“ über Sehnsüchte und Erinnerungen
Von Thorsten Paprotny

Authentisch und atemberaubend
Gabriele Krauze erzählt in „Beide Leben“ autobiographisch von einem Leben zwischen Gewalt und Verbrechen auf der einen sowie einem Studium der englischen Literatur auf der anderen Seite
Von Karsten Herrmann

Eine Entdeckung, die Beachtung verdient
Christoph Ribbat zeichnet in „Die Atemlehrerin“ ebenso spannungsreich wie kurzweilig das Leben der jüdischen Therapeutin Carola Spitz nach
Von Günter Helmes

Nichts für Elise
Warum die Erzählerin in „Eine redliche Lüge“ von Husch Josten so elegisch gegen einen emotionslosen Wahrheitsbegriff anspricht
Von Andreas Urban

Geschlossene Dorfgesellschaft
Polyperspektivisch porträtiert in „Vierunddreißigster September“ von Angelika Klüssendorf
Von Anne Amend-Söchting

Vademecum für das kultivierte Zwerchfelltraining
Eugen Egners „Ihr Radio hat eine wichtige Nachricht für Sie!“ reflektiert äußerst unterhaltsam die Totalität des real existierenden Irrsinns
Von Marcus Neuert

Die Frau, die nicht weinen kann
Mit Selma Falck hat Anne Holt in ihrem neuen Kriminalroman „Ein Grab für zwei“ eine irritierende Ermittlerin entworfen
Von Miriam Seidler

Oskar Ansulls „Papierstreifen“, ein Geflecht vielfältiger kleiner Prosa

In ihrem Tagebuchroman „überallundnirgends“ lässt Heide Tarnowski erkennen, wie sich die Geschichte der Welt im Leben und Erleben eines Menschen spiegeln kann

Deutschsprachige Lyrik

Trotz der Gewissheit des eigenen Verfalls Ängste überwinden
Matthias Göritz ruft mit dem Gedichtband „Spools“ zum Leben auf
Von Thorsten Schulte

Es ist KOMPIZ: Sprachspiele des Nichtsprechens und des Verstummens
Friedrich Christian Delius fasziniert mit „Die sieben Sprachen des Schweigens“
Von Kai Sammet

Kunden als Krätze, Apokalypse als Befreiung?
Volker Braun macht sich in „Große Fuge“ vielleicht Gedanken zur (Corona-)Weltlage
Von Kai Sammet

Oskar Ansulls neuer Gedichtband „in die laufende trommel“

Fremdspachige Literatur

Immer diese verdammte Vorweihnachtszeit
Mit „Crossroads“ legt Jonathan Franzen den ersten Teil einer epischen Romantrilogie vor
Von Sascha Seiler

Familiendrama in New Orleans
Jami Attenberg zeichnet in dem Roman „Ist alles deins“ nicht nur ein empathisches Porträt ihrer Protagonisten, sondern auch eine aktuelle Momentaufnahme der immer noch an den Folgen von Hurrikan Katrina leidenden Stadt New Orleans in der Trump-Ära.
Von Monika Grosche

Macht Liebe sprachlos?
In Bryan Washingtons Debüt-Roman „Dinge, an die wir nicht glauben“ hat es die Liebe schwer, aber immerhin glaubt man an sie – vielleicht
Von Nora Eckert

Isolation und Traumatisierung
Wovon Claire Fuller in ihrem Roman „Unsere unendlichen Tage“ erzählt
Von Anne Amend-Söchting

Unterhaltsam, aber mit intertextuellem und kulturhistorischem Tiefgang
„Silverview“: Der Nachlassroman von John le Carré
Von Jochen Vogt

Chevalier in Frauenkleidern
Irene Disches Roman „Die militante Madonna“ über einen Adligen, Königsvertrauten und Transvestiten
Von Peter Mohr

Im Dazwischen leben
Tsitsi Dangarembga schickt ihre Protagonistin in den Romanen „Aufbrechen“ und „Überleben“ durch Simbabwes Fährnisse zwischen kolonialen Normen, autochthonem Patriarchat und neuer Unterdrückung von anfänglicher Hoffnung bis zu späterer Desillusionierung.
Von Edith Werner

Vom Himmel in die Hölle in Toronto
Der südafrikanisch-kanadische Autor Kenneth Bonert schildert in „Toronto“ drastisch die Irrwege willensschwacher Menschen
Von Rainer Rönsch

Liebe, Glück und Tod und Trauer
Mit ihrem Buch „Trauer ist das Glück, geliebt zu haben“ öffnet Chimamanda Ngozi Adichie den Lesenden eine Tür zu ihrer Trauer um ihren verstorbenen Vater
Von Rolf Löchel

Unzuverlässige Kriegsberichterstatter
Miljenko Jergovićs Roman „Der rote Jaguar“, eine Abrechnung
Von Johann Holzner

Der Berg ruft
In „Berge im Kopf“ folgt Robert Macfarlane dem Rausch der Höhe
Von Sandy Scheffler

Die Befreiung der Textweltmenschen
„Der Leselebenstintensee“ – Der letzte Roman des 2020 verstorbenen deutsch-georgischen Autors Giwi Margwelaschwili
Von Ulrich Klappstein

Softporno mit Kinderteller
Woran der neu aufgelegte Roman „Schwarzrock“ von Brian Moore scheitert
Von Karl-Josef Müller

Die Notwendigkeit, sich selbst zu erinnern
Eindrucksvoll und berührend: Bachtyar Alis „Mein Onkel, den der Wind mitnahm“ ist ein Märchen des 21. Jahrhunderts
Von Friederike Gösweiner

Vom Risiko, als Schwarze weiß zu sein
Nella Larsen gewährt in ihrem Roman „Seitenwechsel“ einen unerwarteten Blick auf das Thema Hautfarbe
Von Nora Eckert

Literaturwissenschaft

Vom ‚Dekameron‘ zur ‚Italian Theory‘
Der Essayband „Pandemie und Literatur“ von Angela Oster und Jan-Henrik Witthaus demonstriert die Pandemie-Kompetenz der romanischen Literaturen
Von Chiara Sartor

Karl Kraus: Porträt des Autors als junger Mann
Gilbert Carr beleuchtet in „Demolierung, Gründung, Ursprung“, wie Kraus „Die Fackel“ entzündete
Von Andreas Stuhlmann

Reflexiver Realismus in Fortsetzungen
Willi Wolfgang Barthold untersucht die Wechselwirkungen zwischen realistischer Literatur und illustrierten Printmedien im 19. Jahrhundert
Von Rolf Parr

Phänomen „Maschine“: Menschenfreund – Menschenfeind?
Der Einfluss der Technik im Werk Heinrich Hausers
Von Wolfgang Bühling

Poetik und kritische Hermeneutik
Marc Kleine re-evaluiert in „Korrespondenz und Widerspruch“ das Verhältnis zwischen Paul Celan und Theodor W. Adorno
Von Wolfgang Johann

Verbrecherische Literatur
Nicole Seiferts engagiertem Sachbuch „Frauen Literatur“ ist ein großes Publikum zu wünschen
Von Rolf Löchel

Der Buchbetrieb im Exil
Ein biografisches Handbuch von Ernst Fischer
Von Walter Delabar

Wo bleibt die Prinzessin im Rollstuhl?
In „Entstellt“ hält Amanda Leduc ein überzeugendes Plädoyer über Märchen und Behinderung
Von Peer Jürgens

Friedhelm Rathjen verknüpft Arno Schmidt mit allerlei

Kultur- und Medienwissenschaft

Gabi, leg den Costello auf, der Heinz ist da
Der Rockmusiker Heinz Rudolf Kunze veröffentlicht seine bewegende Autobiographie
Von Sascha Seiler

Epidemie, aber in schön
Das Buch „Die großen Epidemien“ führt hübsch aufgemacht, aber inhaltlich oberflächlich durch die Medizingeschichte
Von Martin Janda

Rache, Recht und Batman
Fabian Bernhardt entdeckt in „Rache“ einen blinden Fleck der Moderne
Von Franz Sz. Horváth

Einführung in eine Welt der Zuschreibungen
Heike Behrend berichtet selbstkritisch von der „Menschwerdung eines Affen“
Von Swen Schulte Eickholt

Vom Überleben eines sehr lebendigen Fossils
Die neue Kulturzeitschrift „Rhinozeros. Europa im Übergang“, widmet sich in der ersten Ausgabe dem „Reparieren“
Von Fabian Saner

Subversive Schatten an der Wand
In dem Sammelband „Gegen die Wand“ beleuchten Literatur- und KulturwissenschaftlerInnen am Beispiel des Motivs der Wand subversive Positionierungen von Kunstschaffenden
Von Rolf Löchel

Günther Fetzer hat die Unternehmensgeschichte der Buchhandelskette Osiander geschrieben

Ist Lernen konfessionell bedingt?
Andreas Dietmann stellt in einem opulenten Band den „Einfluss der Reformation auf das spätmittelalterliche Schulwesen in Thüringen“ vor
Von Jörg Füllgrabe

Soziologie

Essay

Sir Karl Popper und George Soros
Stationen einer spiegelbildlichen Beziehung
Von Dirk Kaesler

Rezension

Die böse Biologie
„Female Choice“ von Maike Stoverock zeigt in leicht provokanter und höchst interessanter Manier den zunehmenden Zerfall patriarchaler Strukturen und zugleich Perspektiven für ein mögliches konfliktfreies Miteinander der Geschlechter
Von Veit Justus Rollmann

Politik und Geschichte

Jugendliebe in Zeiten der Okkupation und Vernichtung
Das Tagebuch von Renia Spiegel, eines jüdisch-polnischen Mädchens, 1939 bis 1942
Von Jens Flemming

Ein nicht stattgefundenes Gipfeltreffen
Herfried Münkler lässt in seiner neuesten Studie „Marx, Wagner, Nietzsche. Welt im Umbruch“ drei Geistesgrößen ein imaginäres Gespräch führen und gibt dabei selbst den Ton an
Von Nora Eckert

Plädoyer für konsequente Religionskritik
Ralph Ghadban rückt in seinem Buch „Allahs mutige Kritiker“ dem Islam wissenschaftlich auf den Leib
Von Sylke Kirschnick

Kunst & Comic

Das Foto will gedruckt sein
Ein Katalog zum gedruckten Werk von Dr. Paul Wolff & Alfred Tritschler von Manfred Heiting und Kristina Lemke
Von Walter Delabar

Viva la Kahlo!
Annette Seemann teilt in „Viva la Vida!“ neue Erkenntnisse zu Leben und Werk der Frida Kahlo
Von Stefanie Leibetseder

Bücher, die keine sind
Philippe Cordez und Julia Saviello geben einen aufwändig gestalteten Band über „Fünfzig Objekte in Buchform“ heraus
Von Günther Fetzer