Inhaltsverzeichnis der Ausgabe Nr. 6, Juni 2018

literaturkritik.de goes Japan
Der Themenschwerpunkt der Juni-Ausgabe beschäftigt sich mit der Literatur des fernöstlichen Landes
Von Stefan Jäger

Schwerpunkt: Japanische Literatur und Japan in der Literatur

Vorbemerkung zum Schwerpunkt der Juniausgabe
Japanische Literatur und Japan in der Literatur
Von Alexander Dorian Olier und Nadine Wichmann

Essays

Zwischen Nobelpreis und Bingo-Spiel
Die Rezeption von Murakamis „Die Ermordung des Commendatore“ im Social Reading
Von Vera Kostial

Nach Murakami
Neue Literatur aus Japan
Von Lisette Gebhardt

Die Wiederentdeckung Lafcadio Hearns
Eine kurze Schau auf sein Leben und Wirken
Von Florian Lehmann

Rezensionen

Eine Reise ins eigene Unterbewusstsein
Haruki Murakamis „Die Ermordung des Commendatore 2“: die Frage nach dem Ich und der Realität
Von Nadine Wichmann

Ein Pensionär findet Wiederverwendung
Milena Michiko Flašars neuer Text im J-Modus
Von Lisette Gebhardt

Der Wind der Geschichte
Zur Neuauflage von Tetsuro Watsujis Klassiker der Klimakulturgeschichte „Fûdo – Wind und Erde“
Von Felix T. Gregor

„13 Stufen“ bis zum Tod
Kazuaki Takano fragt, ob Vergeltung eine gerechte Strafe sein kann
Von Alexander Dorian Olier

Japanische Ränke
Hideo Yokoyamas „64“ bietet einen tiefen Einblick in die moderne japanische Gesellschaft
Von Petra Reich

Wie Gastmann zu „Gasutomang“ wird
Zwischen Sushi und Cosplayern in Dennis Gastmanns „Der vorletzte Samurai. Ein japanisches Abenteuer“
Von Liliane Hasnain

Die Erinnerung, fragil wie ein Origami-Kranich
Mark Henshaws „Der Schneekimono“ würdigt bedeutsame Begegnungen
Von Lara Ehlis

Kitsch mit Katze
Hiro Arikawas „Satoru und das Geheimnis des Glücks“
Von Lisette Gebhardt

Hinweis

Andreas Singler dokumentiert in „Sayônara Atomkraft“ die Anti-AKW-Bewegung in Japan

Lyrik aus aller Welt

Zwei Zeilen über Hören, Sehen und Schreiben
Die Kunst der Kürze in einem Gedicht Eugenio Montales aus seinem Zyklus „Xenia“
Von Dieter Lamping

Nachrufe und Todestage

Genette in Deutschland
Auch ein Nachruf
Von Michael Niehaus

Poetischer Luftkutscher und Erinnerungsarbeiter
Ludwig Harig (4.7.1927–5.5.2018)
Von Werner Jung

Vom Stendaler Schustersohn zum international gefeierten Archäologen in Rom – der deutsche Erfinder der Antike
Zum 250. Todestag von Johann Joachim Winckelmann
Von Manfred Orlick

Zum Tod von Tom Wolfe: aus dem Archiv von literaturkritik.de

Biografisches und Autobiografisches

Marguerite Duras: Zwischen Mensch und Mythos
Jens Rosteck entfaltet mit „Schwester der Meere“ ein prachtvolles Panorama
Von Miriam Strieder

Der Roman als Klammer um eine Variable oder vom Irrtum des geschlossenen Narrativs
Frank Witzel philosophiert in seiner Heidelberger Poetikvorlesung ausführlich und anekdotenreich über seinen Schreibprozess
Von Christina Dittmer

Clemensstraße 84
Als B. Traven noch Ret Marut war
Von Klaus Hübner

Migrationserfahrungen aus erster Hand
Firas Alshater gibt in „Ich komm auf Deutschland zu“ Einblicke in sein Leben als Flüchtling
Von Monika Grosche

Erich Wulffen hat mit „Karl Mays Inferno“ eine „kriminalpsychologische Biografie“ verfasst

Briefwechsel

Zeugnisse einer Epoche
Ernst Tollers Briefe aus den Jahren 1915 bis 1939
Von Georg Pichler

Tollheit
Die Neuherausgabe einer Auswahl von Vincent van Goghs Briefen gibt Rätsel auf
Von Valeska Bertoncini und Reiner Niehoff

Das unverbrüchliche Band zwischen Sohn und Mutter
Donald Sturrock gibt mit „Love from Boy“ die Briefe von Roald Dahl an seine Mutter heraus
Von Stefan Tuczek

Literaturwissenschaften

Fokus Autorenbibliotheken

Forschungsfeld Autorenbibliotheken
30 Stichworte
Von Ulrike Trenkmann, Stefan Höppner und Jörn Münkner

Rezensionen

Zeit für eine neue Theorie der Literatur
Schon jetzt ein Klassiker: Mit „Literatur im Labor“ zeigt Franco Moretti, wie innovativ Philologie sein kann
Von Jörg Schuster

Hybride des Wissens und der Erkenntnis
Ein Sammelband fragt nach dem Verhältnis von Literatur und Philosophie
Von Julia Stetter

Die Lust an der geordneten Darstellung der Ordnungsstörung
Zwei literaturwissenschaftliche Publikationen arbeiten an der Nobilitierung der Kriminalliteratur
Von Manuel Bauer

Durch den Seiteneingang
Ruth Klügers Gedichtinterpretationen zeigen das Potenzial der ganzen Gattung
Von Veronika Schuchter

Angst als schwarzer Apfel der Erkenntnis
Neue Forschungsperspektiven zur ersten deutschsprachigen Literaturnobelpreisträgerin Nelly Sachs
Von Maria Behre

Der Schriftsteller als Brückenbauer?
Heft 217 der edition text+kritik ist Navid Kermanis vielfältigem Werk gewidmet
Von Swen Schulte Eickholt

Zornbürger, Wahlkämpfer, engagierter Künstler
Streiflichter auf den politischen Grass
Von Michael Braun

Vom Verschieben der Küstenlinie landwärts
Eine interdisziplinäre Studie widmet sich den (Un-)Ordnungsstrukturen in Kurt Schwitters’ Werk
Von Gabriele Wix

Herausforderungen des Fontaneschen Realismus
Von Ulrike Vedder und Peter Uwe Hohendahl herausgegebene Einzelstudien zu Fontanes Gesellschaftsromanen
Von Natalie Moser

Literatur ohne Vermittler
Erwin Krottenthaler und Jose F.A. Oliver geben eine „und“-Kompilation heraus
Von Günther Fetzer

Deutschsprachige Literatur

Drei Männer ohne Eigenschaften
Die Helden in André Kubiczeks Roman „Komm in den totgesagten Park und schau“ sind auf der Flucht vor sich selbst und vor unserer Gegenwart
Von Dietmar Jacobsen

Claudes Martyrium
Dirk Stermann schreibt mit „Der Junge bekommt das Gute zuletzt“ einen modernen Hiob-Roman
Von Dennis Gerstenberger

Dada-Screwball
Christian Y. Schmidts Debütroman „Der letzte Huelsenbeck“ über die Unzuverlässigkeit der Erinnerung
Von Karsten Herrmann

Das Chamäleonhafte des Menschen
Gerhard Roth legt mit dem Venedigroman „Die Irrfahrt des Michael Aldrian“ den ersten Teil einer neuen Trilogie vor
Von Oliver Pfohlmann

Von der Todesfuge und hessischer Fleischwurst
Hans Christoph Buch schreibt ohne Punkt und Komma
Von Karl-Josef Müller

Alles nur geträumt
Marion Poschmanns poetischer Reisebericht „Die Kieferninseln“
Von Pascal Löffler

Wissenschaft und übersinnliche Phänomene
In Christine Wunnickes Roman „Katie“ gehen Naturwissenschaften und Geisterglaube eine für den Leser unterhaltsame und zum Teil urkomische Liaison ein
Von Monika Grosche

Ein Kollektiv der Künste in Weikersheim
Mit der Novelle „Form und Verlust“ schreibt Rainer Wieczorek unbeirrt seine Kunst-Prosa fort
Von Willi Huntemann

Im Hotel
Vicki Baums Endzeitroman „Hotel Berlin“ liegt in einer neuen Ausgabe vor
Von Walter Delabar

Absoluter Mangel an Kunstunbewusstheit
Walsersche Geschichten aus und über Berlin
Von Alexandra Richter

Lyrik

#istdaseineanthologieodernureinsammelsurium
„#poesie“ offeriert Lyrik als Dienstleistung für den Deutschunterricht
Von Konstantin Ames

Lichtblicke ins Schattenreich
Günter Kunerts alterslose Alterslyrik
Von Michael Braun

Dichterische Höhenflüge
Zu Friederike Mayröckers „Pathos und Schwalbe“
Von Herbert Fuchs

Fremdsprachige Literatur

Exemplarisch tragisch
Connie Palmen setzt unangepasster Weiblichkeit ein Denkmal
Von Wieland Schwanebeck

Nur das Motel heißt noch „Paradise“
Serhij Zhadans Roman Internat über den Krieg im Donbass
Von Daniel Henseler

Blackbox Russland
In „Blasse Helden“ nimmt Arthur Isarin seine Leser mit in eine Übergangszeit, das Russland der 1990er Jahre
Von Dietmar Jacobsen

Bilder von Éva
„Das Ende“ von Attila Bartis ist ein Fotografieroman in schwarz-weiß
Von Simone Sauer-Kretschmer

Ein buntes Trostpflaster für Old Filth-Fans
Jane Gardam versammelt in ,,Die Leute von Privilege Hill“ witzige, kuriose und unheimliche Geschichten – und es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten
Von Franziska Rauh

Opfer, Tod und Toaster
Sophie Divrys Prekariatsgeschichte aus dem Gegenwarts-Frankreich entpuppt sich als hochamüsanter Meta-Roman
Von Oliver Pfohlmann

Ich sehe, wie versaut du bist
April Ayers Lawson legt mit „Jungfrau und andere Storys“ ihr lange erwartetes Erzähldebüt vor
Von Oliver Pfohlmann

Von Schreibmaschinen, Schicksalen und Skurrilitäten
„Schräge Typen“: Das erste Buch des Oscarpreisträgers Tom Hanks
Von Thorsten Schulte

Aus Ernst wird Spaß
Zum politischen Hintergrund der Gruppe Oulipo
Von Olaf Kistenmacher

Versuchsanordnungen zum Thema Kulturkonflikt zwischen Nordamerikanern und Europäern
Vier Kurzgeschichten von Henry James neu übersetzt
Von Renate Brosch

Kunst- und Kulturwissenschaft

Sex oder Sozialismus?
„Kultur“: Der britische Literaturwissenschaftler und Marxist Terry Eagleton über die blinden Flecke der postmodernen Geisteswissenschaften
Von Oliver Pfohlmann

Viele historische Details, aber keine modernen Standpunkte
Stephen Greenblatts Studie über den Adam-und-Eva-Mythos
Von Martin Lowsky

37 Gelegenheiten, sich unbeliebt zu machen
Deike Lautenschläger sagt ihrem Alter Ego Sophie, wie sie sich in Taiwan am besten nicht verhält
Von Astrid Lipinsky

Noch viel zu tun
Dennis Altman und Jonathan Symons präsentieren einen Überblick über den derzeitigen Stand und die Herausforderungen von queerem Aktivismus
Von Johannes Stier

Pornografie ist die Theorie, Prostitution die Praxis
Sandra Konrads Beantwortung der Frage, „warum sie will, was er will“
Von Rolf Löchel

Hausbesuche
Florian Illies über bildende Kunst und Literatur. Texte aus den Jahren 1996–2017
Von Gabriele Wix

Baselitz – der Anachronist
Konstanze Rudert und Günther Gercken geben zum 80. Geburtstag des Künstlers den Ausstellungskatalog zur „Maniera Baselitz“ heraus
Von Klaus Hammer

Film und Funk

Der Mann, der seinen Glauben an das höhere Prinzip nicht verlor
Vor hundert Jahren wurde Jiří Krejčík geboren. Für sein Lebenswerk erhielt er 1998 den tschechischen Filmpreis „Český lev“
Von Bernd Nitzschke

Leid-Bilder als Leit-Bilder
Ein Sammelband zeigt uns Film-Bilder über die Passion
Von Stefanie Leibetseder

Funkkämpfe
Nina Heidrich zeigt in „Rundfunk in der Weimarer Republik“ die Auseinandersetzung um die nationale und regionale Identität auf
Von Walter Delabar

Politik und Geschichte

Revolten in Bonn und Berlin
Christina von Hodenberg zeigt nicht nur ein anderes Achtundsechzig, sondern vor allem, dass Achtundsechzig anders war
Von Rolf Löchel

Das Hohelied der RAF
Svea Bräunert erzählt den linken Terrorismus als Gespenstergeschichte
Von Karl-Josef Müller

Ein anderes Europa – ein sich entzaubernder Orient
Navid Kermani wandert „Entlang den Gräben“ und findet eine vergessene, von Krisen geschüttelte Welt
Von Swen Schulte Eickholt

Völkische Sozialpolitik und imperiale Herrschaftsambitionen
Ein Sammelband untersucht die Rolle des Reichsarbeitsministeriums im NS-Staat unter der Begriffstrias „Verwaltung – Politik – Verbrechen“
Von Jens Flemming

Philosophie und Soziologie

Sang- und klanglos
Ein palaverndes Buch zum hundertjährigen Erscheinen von Oswald Spenglers „Untergang des Abendlandes“
Von Alexandra Richter

Deutungen und Umdeutungen
Die „Internationalen Mainländer-Studien“ melden sich mit einem Tagungsband und einer Monografie zurück
Von Rolf Löchel

Im Spannungsfeld von Glaube und Skepsis
In einer Collage aus älteren Texten widmet sich Peter Sloterdijk unserem Verhältnis zu Gott
Von Sebastian Meißner

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