Inhaltsverzeichnis der Ausgabe Nr. 8, August 2022

Vorwort

Urlaubslektüre
Vorbemerkungen zur August-Ausgabe von literaturkritik.de
Von Redaktion literaturkritik.de

Schwerpunkt: Urlaubslektüren

Das süße Leben?
In Federico Fellinis „La Dolce Vita“ ist das Kino noch die Kunst aller Künste
Von Johanna Itter

Mythos entmythifiziert
Inwiefern die Debatte um Robert Eggers Filmepos „The Northman“ zu kurz greift
Von Sascha Seiler

In der Unendlichkeit der Ozeane
Der Profisegler Boris Herrmann zeigt in seinem Bericht „Allein zwischen Himmel und Meer“ gemeinsam mit Andreas Wolfers neue Perspektiven auf das Meer und das Segeln
Von Jonas Heß

Die Geister der Meere
Samuel Hamen geht dem ambivalenten Ruf der Qualle auf den Grund
Von Rebecca Siegert

Jubiläen, Preise und Gedenktage

Der Entdecker der Langsamkeit
Zum 80. Geburtstag des Schriftstellers Sten Nadolny am 29. Juli
Von Peter Mohr

Tugend und Sünde
Zum 80. Geburtstag von Isabel Allende am 2. August erscheint der Roman „Violeta“
Von Peter Mohr

Zu Simone Frielings 65. Geburtstag: Hinweise zu ihrem neuen Buch mit 45 „Künstler-Köpfen“ und aus dem Archiv von literaturkritik.de

Zum Georg-Büchner-Preis 2022 an Emine Sevgi Özdamar: Hinweise auch aus dem Archiv von literaturkritik.de

Zum Tod von Jean-Jacques Sempé: aus dem Archiv von literaturkritik.de

Editionen und Neuauflagen

Mit Grübelei und Kunstaufwand
Friedrich Rückerts Lyrikproduktion der Jahre 1819 bis 1821 erscheint historisch-kritisch bearbeitet von Claudia Wiener und Rudolf Kreutner
Von Karin S. Wozonig

Könnte auch anders sein
Sophie von La Roche und die „Erscheinungen am See Oneida“
Von Klaus Hübner

Deutschsprachige Literatur

Pause im Irrsinn
In Sibylle Bergs Roman „RCE“ kämpfen idealistische Hacker um die Rettung der Welt
Von Werner Jung

Als die Sprache ihre Unschuld verlor
Jürgen Becker synchronisiert in „Die Rückkehr der Gewohnheiten“ das Sichtbare mit den Erinnerungen und findet im Gestern das Repertoire des Heute
Von Nora Eckert

Liedkunst der Gegenwart
Max Czollek und Daniel Gerzenberg sind in „Lieder“ neuen Klangfarben der Poesie auf der Spur
Von Thorsten Paprotny

Über Brettspiele und andere Kunstformen
Sascha Macht lotet in seinem Roman „Spyderling“ Möglichkeiten und Grenzen aus, wie sich die Welt im Kunstwerk bannen lässt und wie aus Kunstwerken Welten entstehen
Von Manfred Roth

Abstand halten
Einige skeptische Anmerkungen zu Durs Grünbeins neuem Gedichtband „Äquidistanz“
Von Walter Delabar

Unordnung und großer Mut
Julia Francks Buch „Welten auseinander“
Von Hannes Krauss

Vom Woher und Wohin in der Fremde
Elina Penner erzählt in „Nachtbeeren“ aus drei Perspektiven vom schwierigen Ankommen einer russlanddeutschen Mennonitin im Land ihrer Vorfahren
Von Dietmar Jacobsen

Ein pfälzischer Glückssucher in Amerika
André Georgi begibt sich in seinem neuen Roman „Trump“ auf die Suche nach dem familiären Background des 45. US-Präsidenten
Von Dietmar Jacobsen

Nationaldichter als Protagonisten
Walter Laufenberg versucht sich an Erzählungen über „Goethe und Tschechow“
Von Miriam Seidler

Tungjatjeta heißt (nicht) Grüß Gott
Kaltërina Latifi skizziert mit „Tungjatjeta“ Prosaszenen einer kosovarischen Jugend
Von Klaus Hübner

Vom Weggesperrt-Werden in verschiedenen politischen Systemen
Bettina Wilpert verschafft in „Herumtreiberinnen“ schonungslose Einblicke in eine Welt, die bisher weder historisch betrachtet noch offiziell geöffnet wurde
Von Stefanie Steible

Treppensturz und Draußen-Kater
Katja Schönherr beschreibt in ihrem Roman „Alles ist noch zu wenig“ das schwierige Verhältnis von drei Generationen einer kaputten Familie
Von Rainer Rönsch

Mutiger Etikettenschwindel
In „Erasmus für’s Leben“ versucht sich Philipp Heilgenthal an einem Roman
Von Anne Amend-Söchting

Brennendes Geheimnis in den Fluten des Urftlands
Norbert Scheuer folgt in „Mutabor“ der Spur kollektiven Schweigens
Von Monika Wolting

Auf der Jagd nach ein bisschen Luxus
Mit „Die Nacht unterm Schnee“ schließt Ralf Rothmann seine Trilogie von Romanen über die Nachkriegszeit ab
Von Günter Rinke

Ankünfte jenseits der Zeit
Patrick Wildens „Schreibers Ort“ verwebt Natur und Sprache zu einer fein ausbalancierten Textur semantischer und lautlicher Spannungsverhältnisse
Von Marcus Neuert

Rückkehr eines Verschwundenen
In ihrem Roman „Der halbe Apfel“ erzählt Marie-Alice Schultz von einer glücklosen Patchworkfamilie und von sich selbst
Von Rainer Rönsch

Fränkisches Künstlerleben
Gerd Scherm dokumentiert in „Einmal Leben und zurück“ sein Werk
Von Klaus Hübner

Kindheit und Jugend in Iran
In seinem postum erschienenen Buch „ein vibrierendes kind“ erzählt SAID in bekanntem Stil aus der Zeit vor seinem Exil
Von Christian Palm

Gedichte und Sprachspiele als Weltöffner und Sprachschlüssel
Die Wiener Lyrikerin Margret Kreidl schreibt mit „Schlüssel zum Offenen“ Schlüsselgedichte gegen die Banalisierung und Krisenhaftigkeit der Welt
Von Stephan Wolting

Fremdsprachige Literatur

Stimmen aus dem Jenseits
„Unterwegs nach Chevreuse“, der neue Roman von Nobelpreisträger Patrick Modiano
Von Peter Mohr

Eine reine Sprache
Szczepan Twardochs Roman „Demut“ hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck
Von Karl-Josef Müller

Zwischen Lebensrealität und Mystik
Eva Tinds Roman erzählt in „Ursprung“ von der Suche nach Identität dreier Familienmitglieder in verschiedenen Lebensphasen
Von Christine Lentz

Späte Doppelgängerin
Der Debütroman „Ein französischer Sommer“ von Francesca Reece enthüllt in virtuoser Sprache die Lebenslüge eines zynischen Schriftstellers
Von Rainer Rönsch

Der Name der Toten
Milena Busquets‘ Roman „Meine verlorene Freundin“ über verschwommene Erinnerungen
Von Peter Mohr

Vom Beschützen, Erinnern und Bewahren
Mukasongas „Frau auf bloßen Füßen“ bietet Einblicke in das kulturelle Erbe Ruandas und ist gleichzeitig eine Hommage an die Mutter der Autorin und an alle Mütter Ruandas
Von Julia Augart

Wahr, falsch, dumm, bösartig
Sasha Filipenkos fulminanter Pop-Roman „Die Jagd“ über russische Verhältnisse ist auf Deutsch erschienen
Von Kai Sammet

Wie wenig Kultur vor Barbarei schützt
„Der Ursprung der Gewalt“: Fabrice Humberts Suche nach seiner Familiengeschichte
Von Bernhard Walcher

Ich und Fake-Ich
Kei᾿ichirô Hirano lässt seinen fiktiven Schriftsteller die Idee des Identitätstauschs ergründen
Von Lisette Gebhardt

Mafia und Mythos
Bestsellerverdächtig: „City on Fire“ von Don Winslow
Von Jochen Vogt

Literaturwissenschaft

Hinweise

Wulf Segebrecht über Goethes berühmtes Nachtlied und seine Folgen

Judith Lange, Eva Rothenberger und Martin Schubert geben den Sammelband „Die Kolmarer Liederhandschrift und ihr Umfeld“ heraus

Thomas Küpper publiziert die literatur- und medienwissenschaftliche Studie „Bewusst im Paradies: Kitsch und Reflexivität“

Friedhelm Rathjen geht in „Lennon literarisch“ John Lennons Beziehungen zur Literatur nach

Der Mystiker aus Wasserburg
Jochen Hieber porträtiert „Martin Walser“ kundig, mit Sympathie und Teilhabe
Von Thorsten Paprotny

Negative (Selbst-)Kritik
Katharina Lux’ Studie „Kritik und Konflikt“ legt die (unterschiedlichen) Positionen im Kritikprogramm der Zeitschrift „Die Schwarze Botin“ detailliert dar
Von Rolf Löchel

Anna Seghers im mexikanischen Exil
Volker Weidermanns eindrucksvolles biografisches Porträt
Von Manfred Orlick

Plädoyer für eine postkoloniale und postmigrantische Gesellschaft
Der von Ömer Alkin und Lena Geuer herausgegebene Sammelband geht den vielfältigen Beziehungen zwischen Postkolonialismus und Postmigration nach
Von Martina Kopf

Wegmarken eines jungen Dichters
Raphaela Brüggenthies zeichnet in „»Heilge Schwelle«. Der frühe Heine – ein jüdisch-christliches Itinerarium“ die wichtigen Schwellenjahre Heinrich Heines nach
Von Ulrich Klappstein

Wie lernen angehende Schriftstellerinnen und Schriftsteller das Handwerkzeug des Schreibens?
Die Pionierstudie von Paul Klambauer analysiert die konkrete Ausbildungspraxis von Studienanfängern im Bereich des literarischen Schreibens
Von Torsten Mergen

Furor poeticus und furious poets
In seiner Studie „Schreibrausch“ geht Magnus Wieland „Figuren des poetischen Furors“ nach
Von Thomas Merklinger

Neue Zugänge zu Werken Adalbert Stifters und ihrer Gestaltung von Bildungsprozessen
Hendrik Achenbachs gelungene Versuche zur Weiterentwicklung eines literaturwissenschaftlichen „Toposmodells“
Von Walter Seifert

Der Zukunft zugewandt
Michele C. Ferrari, Klaus Herbers und Christiane Witthöft stellen Forschungsergebnisse zum IV. Laterankonzil vor
Von Jörg Füllgrabe

Im Wechselbad der Lektüren
In seinem Sammelband „Es ist recht sehr Nacht geworden“ stellt Thomas Hettche Ergebnisse eines Lektüreseminars zu klassischen Novellen vor
Von Günter Rinke

Einzelheiten sind wichtiger als das große Ganze
Andreas Lindner liefert eine originelle Interpretation von Robert Louis Stevensons Roman „Die Schatzinsel“
Von Martin Lowsky

Neue Männer braucht(e) das Land!
Ein Sammelband von Anja Müller, Hans Rudolf Velten und Rebecca Weber legt „Praktiken und Narrative vormoderner Männlichkeiten“ offen
Von Jörg Füllgrabe

Kultur- und Medienwissenschaft

Instrument, Methode, Erkenntnisform
Die Fotografien Pierre Bourdieus werden als integraler Bestandteil seiner Forschungen entdeckt
Von Walter Delabar

Die Moral von der Geschicht‘
Quellenforschung, fundiert und originell: der Sammelband „Ökonomie und Moral im langen 20. Jahrhundert“ von Jürgen Finger und Benjamin Möckel
Von Sönke Abeldt

Fröhliche Wissenschaft, wo bist du?
Moritz Senarclens de Grancy erklärt in „Der heißeste Wunsch der Menschheit“ mit dem Sündenfall und der Vertreibung aus dem Paradies die Ursachen für unsere gegenwärtigen globalen Probleme, denn wer die Wahl hat, kann sich auch falsch entscheiden
Von Nora Eckert

Eine persönliche Erfahrung
Georges Didi-Huberman reist in „Zerstoben“ nach Warschau ins Ringelblum-Archiv und beugt sich mit den ArchivarInnen über die Überreste und Papiere der Toten
Von Kai Sammet

Der Verlag mit den breiten Schwingen
Michele K. Troy hat in „Die Albatross Connection“ die spannende Geschichte des Albatross Verlags geschrieben
Von Günther Fetzer

Wie man nicht als Schneider vom Wasser geht
Ein unterhaltsamer und liebevoller Einblick von Andreas Möller in das Leben der Hechte
Von Peer Jürgens

Faszination Briefkultur
Die Beiträger des Bandes „BriefKunst. Der andere Blick auf Korrespondenzen“ vermögen Vielfalt und Ästhetik von Briefen überzeugend zu vermitteln
Von Rafael Arto-Haumacher

Wähle deine DNS!
Axel Melzeners „Genre“ ist eine unverzichtbare Handreichung für angehende Drehbuchschreibende und ein Plädoyer für wohlüberlegte Grundsatzentscheidungen
Von Marcus Neuert

Politik, Geschichte und Philosophie

Existenz(en) auf Widerruf?
Michael Wolffsohns „andere Jüdische Weltgeschichte“ warnt vor Geschichtsblindheit
Von Franz Sz. Horváth

Lieber Onkel – böser Onkel
Der Historiker Bodo V. Hechelhammer spürt in „Fürst der Füchse“ den doppelten Boden des Fix-und-Foxi-Erfinders Rolf Kauka auf
Von Stephan Wolting

Porträts

„Künstler-Köpfe“: Heinrich von Kleist und Else Lasker-Schüler
Von Simone Frieling

„Künstler-Köpfe“: Friedrich Dürrenmatt und Paula Modersohn-Becker
Von Simone Frieling

„Künstler-Köpfe“: Billy Holiday und Wisława Szymborska
Von Simone Frieling